Köbler, Gerhard, Indogermanisches Wörterbuch, (3. Auflage) 2000

 

Das vielleicht um 2000 v. Chr. in der Mitte zwischen Indien und Europa verbreitete, nur wissenschaftlich aus jüngeren Folgesprachen (z. B. Altindisch, Altiranisch, Griechisch, Lateinisch, Germanisch usw.) rekonstruierbare Indogermanische eines namentlich unbekannten Volks ist die seit etwa 200 Jahren erkannte, gemeinsame Vorstufe für die mit rund 70 lebenden Sprachen am weitesten verbreitete Sprachengruppe der Erde. Weil die Sprachwissenschaft kein meinen Vorstellungen vollständig entsprechendes Wörterbuch aufwies, versuchte ich schon 1980 ein indogermanisch-neuhochdeutsches und neuhochdeutsch-indogermanisches Wörterbuch, das 1982 in 2. Auflage erschien. Mit Hilfe der modernen Elektronik kann ich es im Rahmen meiner Internationalen Germanistischen Etymologischen Lexikothek in maschinenlesbarer, erweiterter und verbesserter Form der Allgemeinheit zur Verfügung stellen (835 S., etwa 6500 Ansätze und Verweise).

 

Das ins Internet gestellte Wörterbuch wird nach den einzelnen Buchstaben aufgeteilt in

Vorwort

 

A         B         Bh        C         D         Dh       E          F          G         Gh       Gw      Gwh/Gwh

 

H         I           I (J)      K         Kw      L          M        N         O         P          Ph        Q         R

 

S          T          TH       U                     U (W)  V         W        X         Y         Z.

 

Geordnet ist es streng alphabetisch. Der einzelne Artikel besteht aus dem (rekonstruierten) Stichwort in einer normalisierten Hauptform und eventuellen Nebenformen, einer einfachen grammatikalischen Bestimmung, neuhochdeutschen Bedeutungsangaben, neuenglischen Bedeutungsangaben, einer vereinfachten Darstellung der Rekonstruktionsbasis mit Literaturhinweis, einem Hinweis, in welchen indogermanischen Sprachen das Lemma nachweisbar ist, Verweisen sowie Angaben zum Weiterleben im Germanischen und in germanistischen Einzelsprachen. Ununterbrochene und punktierte Unterstreichungen erfassen die selbständigen, auch an ziffernmäßigen Angaben (z.B. ā 1/1 [d. h. Nr. 1 insgesamt und Nr. 1 im Buchstaben a] erkennbaren Ansätze (Pokornys), wobei die ununterbrochenen Unterstreichungen die nicht weiter aufschlüsselbaren (primären) Wurzeln kennzeichnen. Der weitere Ausbau ist denkbar.

Möge damit die Germanistik um ein weiteres einfaches Hilfsmittel bereichert sein. Fördernde Hinweise werden gern aufgegriffen. Jedermann ist es unbenommen, Besseres zu bieten.

Auf dem indogermanischen Wörterbuch beruht auch ein indogermanisches rückläufiges Wörterbuch. Ebenso bauen darauf ein neuhochdeutsch-indogermanisches Wörterbuch und ein neuenglisch-indogermanisches Wörterbuch auf. Vielleicht werden eines Tages zusätzliche Erweiterungen möglich.

 

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