>> START   >> Öffentliche Einrichtungen und Vereine  >> Schule

SCHULCHRONIK BIS 1996
VD i.R. Dr. Sieglinde PLÖSSNIG

Vorbemerkung: Der Text wird hier mit freundlicher Genehmigung der Verfasserin nach der Festschrift zum 25-jährigen Bestehen des neuen Schulgebäudes wiedergegeben. Einige geringfügige Änderungen dienen der Vereinheitlichung und der Anpassung des gedruckten Textes an das andere Medium.
Die Bilder, die dieser Festschrift beigegeben waren, sollen nach Möglichkeit in Bälde auch hier eingegliedert werden.

Ende 16.-19. Jahrhundert
1945-1971
1971-1996



Schule Arzl im Rückblick
(Ende 16.-19. Jh.)

Peter Canisius: Er war Jesuit und der erste Lehrer in der Gemeinde Arzl. Im Haus Nr. 83 (Besitzer im Jahr 1949 Max Stern; heute Canisiusweg Nr. 7) unterrichtete er die Jugend im Lesen, Schreiben, Rechnen und Katechismus. Peter Canisius starb 1597 in Wien. Später wurde er selig gesprochen.
Danach kamen verschiedene Wanderlehrer durch das Dorf und lehrten ein paar Wißbegierige um Kost und Quartier. Die Schulpflicht war noch nicht eingeführt, und wenn man bedenkt, daß im Jahr 1776 in ganz Innsbruck von 1000 schulpflichtigen Kindern kaum 300 regelmäßig den Unterricht besuchten, kann man sich den Schulbetrieb in unserem kleinen Dorf damals vorstellen.

1795 trat in Arzl erstmals ein Lehrer weltlichen Standes mit Namen Baldhauser Wach auf. Er war ledig und wohnte und unterrichtete in seinem eigenen Haus Arzl 33. Bis in die heutige Zeit heißt es dort noch immer "beim Schulmoaster" bzw. "Schullehrer". Nach ihm wurde fünfzig Jahre lang im Widum unterrichtet; der Schulzwang war von Kaiserin Maria Theresia eingeführt worden. Alle Kinder mußten vom 6. bis zum 14. Lebensjahr die Schule besuchen, und somit verschwand langsam der Analphabetismus.

Franz Kirchstätter, geb. 1793, war Lehrer in Arzl. Er war der Sohn armer Eltern und hatte zuerst Malen und Vergolden gelernt. 1818 übernahm er den Schulbetrieb. Von seiner Tätigkeit als Lehrer ist nur sein "schrökkliches Prügelwesen" bekannt. Er wurde von den Arzlern abgelehnt und mußte 1837 das Lehramt niederlegen. Er zog mit seiner Frau nach Innsbruck, arbeitete wieder als Maler und Vergolder und starb 1865.

1838 war Andreas Stern Lehrer in Arzl. Er wirkte bis 1876, dann aber legte er sein Amt zurück. Im Jahr 1890 starb er. In seine Zeit fällt der von der Gemeinde errichtete Schulhausbau, der 1866 vollendet wurde. Es ist dies das Haus Nr. 81, nördlich des Kirchturmes, der heutige Kindergarten (heute Johannesgasse Nr. 3). Dieses Schulhaus war ursprünglich nur ebenerdig. Von der Straßenseite (im Süden) führten vier Stufen zur Haustür. Dahinter war der Vorraum und neben diesem die Aborte und auf der Nordseite die Klasse.
Im Jahr 1892 wurde dieses Schulhaus umgebaut. Es wurde ein 1. Stock aufgesetzt. Von 1892 bis 1894 wurden zwei Klassen - nach Geschlechtern getrennt - geführt. Aus der einklassigen Volksschule war eine zweiklassige geworden.

Leider ist etwa fünfzig Jahre lang nichts in unserer Schulchronik zu lesen. Grund dafür war, daß im Schuljahr 1945/46 im (alten) Schulhaus zu Schulbeginn 21 Flüchtlinge und marokkanische Soldaten untergebracht waren. Die Kataloge aus früheren Jahren und ein Großteil aller Bücher, Lehrmittel etc. wurden von diesen einquartierten Fremden vernichtet. Der Schulbetrieb konnte 1945 erst am 8. Oktober aufgenommen werden.

Einige interessante Aspekte aus der Schulchronik (1945-1971)

1945/46:
Die Volksschule Arzl ist in diesem Jahr dreiklassig, das heißt 1. und 2. Schulstufe bilden die 1. Klasse, 3. und 4. Schulstufe die 2. Klasse und 5. bis 8. Schulstufe sind in der 3. Klasse zusammengefaßt. Die Schülerzahl liegt bei ca. 150!

1946/47:
Wegen Platzmangels werden in Neuarzl noch zusätzlich 2 Klassen im "Schützenzimmer" des damaligen Landeshauptschießstandes errichtet, weil die Arzler Schule die große Schülerzahl nicht mehr fassen kann.
Für bedürftige Kinder gibt es in diesem Jahr Schuhe, für unterernährte die "Schweizer-Ausspeisung". Im Jänner sind "Kohleferien" wegen Mangels an Heizmaterial!

1948/49:
Arzls Schülerzahl wächst weiter. Es werden zwei weitere Klassen errichtet, und somit ist Arzl fünfklassig. Die Unterbringung ist notdürftig und wie folgt: Die 1. und 2. Klasse sind im Haus Arzl 21, 1. Stock untergebracht, die 3. und 4. Klasse im Haus Arzl 81, Erdgeschoß und die 5. Klasse wird im gleichen Haus, jedoch im 1. Stock unterrichtet.
Die österreichische Schulschrift wird eingeführt; in der 1. Klasse wird aber mit der Blockschrift begonnen.

1950/51:
Die Schülerzahl nimmt wieder ab. In diesem Jahr wird die UNICEF-Schülerausspeisung eingeführt, aber nur 43 SchülerInnen nehmen daran teil.

1951/52:
Die Volksschule Arzl hat nur mehr vier Klassen, zwei davon im Haus Arzl 21 und zwei im Haus Arzl 81.
In diesem Schuljahr kommen erstmals ein Schulwart und eine Putzfrau an die Schule. Ab Jänner gibt es die "Schülerausspeisung": eine gekochte, heiße Milch und ein Brot um monatlich 8,- S.

Ab 1954/55 wird die Schule für mehrere Jahre dreiklassig. Bis zum Schuljahr 1963/64 liegen nun leider keine Aufzeichnungen vor.

1963/64:
Es sind nur mehr 46 SchülerInnen an der Schule. Man überlegt, ob die Volksschule Arzl nicht einklassig werden soll.

1964/65:
Die Schule ist zweiklassig geblieben, hat aber nur wenig Kinder. Da es im Ort keinen Kindergarten gibt, wandern viele Kinder nach dem Kindergartenbesuch in Mühlau auch in die Volksschule Mühlau ab!
Die Schulräume sind nach wie vor aufgeteilt: Die 1. Klasse (1. und 4. Schulstufe) ist im Haus Arzl 21 (Gemeindehaus, 2. Stock), die 2. Klasse (2. und 3. Schulstufe) im Haus Arzl 81 (Schulhaus, 1. Stock) untergebracht.
Als Turnzimmer steht ein Klassenzimmer im 1. Stock des Gemeindehauses zur Verfügung.

In diesem Jahr werden neue Straßennamen vergeben: Statt Arzl 81 (Schulhaus) heißt es nun: Johannesgasse 3, statt Arzl 21 (Gemeindehaus) Krippengasse 4.

Da die Schulsituation sehr traurig ist, wollen die Schulleitung und engagierte Arzler den Bau eines neuen Schulhauses in Arzl betreiben. Die Stadt Innsbruck plant nämlich inzwischen einen eventuell gemeinsamen Schulhausbau Mühlau/Arzl auf dem Sternbachgrund (zwischen Mühlau und Arzl). Damit sind jedoch die Arzler als ehemals eigene Gemeinde (bis 1940) und als eigene Pfarre nicht einverstanden, zumal in den nächsten Jahren mit einer starken Verbauung in Arzl gerechnet wird.

1965/66:
Die Schülerzahl ist auf 88 angewachsen und es wird wieder 3 Klassen mit 27, 26 und 35 Schülerinnen geben. Erstmals wird in Arzl aufgeforstet und das soll bis heute Tradition bleiben.
Ebenfalls viele Jahre als fixen Bestandteil im Arzler Schuljahresablauf wird es den Faschingsumzug am Faschingssonntag geben.

1966/67:
Die Schülerzahl ist auf 111 angewachsen, daher werden 4 Klassen eingerichtet.
Frau Grete Cornet kommt neu an die Schule. Am Ende dieses Schuljahres übergibt VD G. Karg nach Erreichen des 65. Lebensjahres die Schulleitung an Haymo Hilscher. Aus Anlaß der Verabschiedung des scheidenden Direktors Karg im Gasthaus Stern teilt Stadtrat Haidl der Bevölkerung mit, daß die Stadt Innsbruck. nun endgültig dabei sei, den Grund für ein neues Schulhaus im "Talele" zu kaufen und daß sich die Aufschließungskosten auf ca. 10 Mill. Schilling belaufen werden. Gebhard Karg bedankt sich, daß ihm die Möglichkeit eingeräumt wurde, als Schulleiter von Arzl in Pension zu gehen und daß seine langjährige Dienstzeit doch noch einen versöhnlichen Abschluß nach vielem Schweren, das die Kriegszeit mit sich gebracht hatte, gefunden habe. Er denkt aber noch keinesfalls ans Aufhören als Lehrer. Er behält weiterhin eine 3. Klasse und arbeitet sozusagen als "Junglehrer" noch bis Juni 1975 an der Schule in Arzl weiter!
Herr Löffler kommt als neuer Schulwart an die Schule und wird seine Tätigkeit bis Juli 1988 weiterführen.

1967/68:
Der freiwillige Kinderchor Arzl (Schülerinnen der 2.-4. Klasse) nimmt am Bezirkssingen, am Landesjugendsingen und beim Singen im Hofgarten teil und hinterläßt überall einen sehr guten Eindruck. Erstmals wird ein Muttertagssingen im Gasthof Schönblick veranstaltet. Alle Mütter sind begeistert vom reichhaltigen Programm und den schönen Darbietungen.
Dadurch dürfte auch der Entschluß gereift sein, Muttertagsfeiern noch viele Jahre weiterzuführen.
Nicht nur Musik, auch Mathematik wird gepflegt. Eine Mathematik-Olympiade 1968 findet statt, bei der junge Talente aus der Direktorklasse auf Zeit und vor Publikum ihr Wissen und Können zeigen.
Statt Peter Pritz kommt Rosa Hausberger an die Volksschule Arzl.

1968/69:
Im Dezember findet die ärztliche Schuluntersuchung nur mehr in zwei Klassen statt; jedes Kind wird daher nur mehr alle zwei Jahre untersucht. In diesem Jahr treten viele Fälle von Gelbsucht auf. Alle Kinder werden aber in der Infektionsabteilung der Kinderklinik schulisch betreut.

1969/70: vier Klassen.
Die Bemühungen um ein neues Schulhaus werden fortgesetzt. Der Baubeginn wird endgültig von BM DDr. Lugger und Stadtrat Haidl für 1969 beschlossen.
November 1969: Baubeginn

1970/71:
Schulbeginn mit fünf Klassen noch im alten Schulhaus. Da aber nur vier Klassen zur Verfügung stehen, muß erstmals Wechselunterricht eingeführt werden. Christine Schmuck kommt neu an die Schule.

Der Neubau ist schon bald fertig! Im September wird die Dachschalung gebaut und das Dach eingegossen. Im November wird die Decke des Turnsaales verlegt und im Dezember findet die Fundamentaushebung des Zwischentraktes statt. Baustufe I ist abgeschlossen, am 15. Jänner 1971 ist endlich Firstfeier! Bereits in den Ferien wird die "alte Schule" in die "neue Schule" übersiedelt. Dafür opfert VD Hilscher sogar einmal seinen Urlaub.

25 Jahre Volksschule Arzl/Innsbruck
(1971 bis 1996)

1971/72:
Christa Markt kommt statt Christine Schmuck nach Arzl.
Endlich ist der große Tag gekommen. Die Schulnot in Arzl hat ein Ende! Schulbeginn ist im neuen Haus, es ist Platz für fünf Klassen. Die Bauarbeiten gehen zwar noch weiter, aber am 1. Oktober 1971 findet die Einweihung des neuen Schulhauses statt. Die Musikkapelle Arzl besorgt die feierliche Umrahmung des Festprogrammes, der damalige Propst Huber weiht die Schule ein, BM DDr. Lugger übergibt die Schlüssel an Stadtrat Haidl und VD Hilscher hält eine Festrede mit vielen Dankesworten.
Auch die Schulkinder tragen ihren Teil zur Feier bei. Sie singen und spielen, und das von VD i. R. Karg gedichtete "s' Arzler Sauerkraut" wird von einer Schülerin aufgesagt. Danach wird das echte Arzler Sauerkraut von den Ehrengästen gekostet und für ausgezeichnet befunden.

1972/73:
Die Schülerzahl ist auf 179 Kinder angewachsen und es gibt bereits sieben Klassen.
Der BE- und Handarbeitsraum im Parterre wird in eine Klasse umgewandelt. Frau Anna Falch und Christina Nones kommen neu an die Schule.
Der Turnsaal wird im Dezember fertiggestellt, Einrichtung und Geräte sind fast komplett, sodaß mit dem Unterricht dort kann begonnen werden. Nur die Waschräume werden als ungeeignet für Kinder bezeichnet, eher mögen sie für Erwachsene gedacht sein. Der Schulwart allerdings, der seine Wohnung unter dem Turnsaal hat, ist nun in seiner Ruhe empfindlich gestört. Der Lärm, der meist bis 10 Uhr am Abend durch den Turnsaalboden nach unten dringt, ist kaum auszuhalten. Die Familie Löffler wird später hier auch ausziehen und somit hat die Schule Arzl keinen Schulwart an der Schule (Baustufe II kam bis heute nicht zur Ausführung!).
Diesmal kann die Muttertagsfeier erstmals im Turnsaal stattfinden.

1973/74: acht Klassen, die Schülerzahl beträgt fast 200!
So muß nun auch der zweite Raum im Parterre, der als Filmraum vorgesehen war, als Klasse eingerichtet werden. Die Garderobe dazu wird ins Untergeschoß vis à vis der Duschen verlegt, was nicht die günstigste, aber eine notwendige Lösung scheint.
Thomas Riss und Erich Pregenzer kommen an die Schule; Christa Nones ist gegangen.
Die Lichtanlagen auf dem Framsweg werden im November installiert, gerade rechtzeitig, um am späten Nachmittag den Schülern und am Abend den Sportvereinsleuten heimzuleuchten.
In diesem Jahr gibt es einen gemeinsamen Theaterbesuch des Teatro del Sole "Stadt der Tiere" und eine gemeinsame Weihnachtsfeier mit der Mädchen-Hauptschule Reichenau.
Nach Neujahr wird dann der dringend notwendige Wasserkanal vor dem Schulhauseingang fertiggestellt und mit Gittern abgedeckt. So können sich keine Eisplatten oder Wasserpfützen mehr bilden. Auch der Parkplatz der Schule nördlich des Schulhauses wird der Schule übergeben. Dem Nachbarn wird ein zeitlich begrenztes Durchfahrtsrecht eingeräumt, damit er seine Gartenanlage erreichen und betreuen kann. Im April kommt die Springbrunnenplastik, die während des Winters im Hofgarten vor dem Kongreßhaus aufgestellt war, endlich zur Schule. Im Wasser des Brunnens werden Goldfische eingesetzt. Die Gartenanlagen rund um das Schulhaus werden angelegt.

1974/75:
Die Schule hat acht Klassen. Statt Christa Markt kommt Raimund Pittl nach Arzl. In diesem Jahr herrscht eine starke Grippeepidemie, sodaß sogar der traditionelle Kinderfasching entfallen muß. Ende des Schuljahres1974/75 will nun VD i. R. Karg seine schulische Tätigkeit endgültig beenden. Ihm zu Ehren wird im Turnsaal eine würdige Abschiedsfeier veranstaltet.

1975/76: 211 Schüler in acht Klassen.
Statt VD i. R. Karg und Pittl kommen Martha Innerebner und Ute Krauhs an die Schule.
Der Turnsaal ist immer von Vereinen am Nachmittag und am Abend stark belegt. Auch das städtische Konservatorium erteilt am Nachmittag in unserer Schule Unterricht.

1976/77:
In diesem Jahr entfällt der alljährliche Kinderfasching wegen Schlechtwetters.

1977/78:
Statt Innerebner kommt in diesem Jahr Renate Wolak an die Schule. Heuer gibt es wieder den traditionellen Kinderfasching am Faschingssonntag!

1978/79:
Zu Schulbeginn sind noch acht Klassen eingeplant. Während der Antrittskonferenz werden jedoch zwei Schüler abgemeldet und die vorgesehene Lehrerin Sieglinde Plössnig muß wieder an ihre frühere Schule Neuarzl zurück.
Die 1. Klasse wird zusammengelegt und Rosa Hausberger hat 35 Kinder, Arzl aber nur mehr sieben Klassen. VD Hilscher bekommt den Titel Oberschulrat verliehen.

1979/80: Wieder acht Klassen.
Martin Kaindl kommt an die Schule.

1980/81: acht Klassen, 163 Schüler.
VD Hilscher wird in diesem Schuljahr 60 Jahre. Eine große Feier wird für ihn veranstaltet. Musikkapelle, Schützen- und Feuerwehrabordnungen gratulieren. Beim "Stern" wird ausgiebig gefeiert.
Im Juli feiert Pfarrer Posch sein 25-jähriges Priesterjubiläum.
Ebenfalls im Juli geht VD Hilscher nach vierzigjähriger Dienstzeit in Pension. Den Ruhestand will er mit seiner Frau ausgiebig genießen. Seine Verabschiedung soll im kommenden Schuljahr nachgeholt werden.

1981/82: 147 Schüler, acht Klassen.
Mit der Schulleitung wird Rosa Hausberger betraut. Sieglinde Plössnig kommt jetzt endgültig an die Schule und übernimmt eine erste Klasse.
Die Schule feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Das und auch die Verabschiedung von VD i. R. Hilscher werden gefeiert. Die Musikkapelle Arzl verschönt das Fest; BSI Erwin Steinlechner hält eine Ansprache. In der Festrede wirft VD Hausberger einen Rückblick auf das Schulleben in Arzl früher, im besonderen in den letzten zehn Jahren. Sie dankt dem scheidenden Direktor für die Verdienste, die er sich in seiner vierzigjährigen Dienstzeit, davon 15 Jahre als Schulleiter von Arzl, erworben hat und wünscht ihm gute Gesundheit und alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt.
Fasching wird diesmal wegen Terminschwierigkeiten der Musikkapelle in der Schule gefeiert. Im Turnsaal findet die traditionelle Muttertagsfeier statt. Diesmal bekommt VD i. R. Karg nach seinem Gedicht "'s Arzler Sauerkraut" eine Sauerkraut-Kostprobe.

1982/83: acht Klassen, 161 Schüler
Unverbindliche Übungen: Spielmusik
Mit Ende des Schuljahres tritt VD Hausberger in den Ruhestand. Frau Plössnig wird im kommenden Schuljahr die Schulleitung übernehmen.

1983/84: acht Klassen, 144 Schüler.
Brigitte Beyrer übernimmt statt M. Kaindl, der für drei Jahre die Mobile Jugendverkehrsschulung im Land übernimmt, seine Klasse. Monika Roßmeier übernimmt die Klasse von VD i. R. Hausberger; als Roßmeier gegen Schulschluß in Karenzurlaub geht, übernimmt VD i. R. Hausberger wieder die Klasse als "Junglehrerin".
Im Mai wird der Elternverein Arzl gegründet. Obfrau: Prof. Waltraud Bauer.
Zum Schulschluß gibt es eine BE- und WE-Ausstellung. Es wird auch gesungen, getanzt und geturnt, worüber sich die Eltern und Ehrengäste freuen.

1984/85: acht Klassen, 146 Kinder.
Zwei Schulversuche: Lehrplanerprobung in Bildnerischer Erziehung (4a) und in Deutsch (4b). Pfarrer Hans Posch fällt wegen Krankheit bis auf weiteres aus, Sr. Irmina Kunstädter übernimmt alle Klassen in Religion. Statt Roßmeier ist nun Beate Zangerle an die Schule gekommen - Pensionisten dürfen nicht mehr eingesetzt werden!
Faschingsumzug mit Musikbegleitung, vielen Kindern und Eltern bei sehr kaltem Winterwetter. Ende des Schuljahres großes Schulfest im Turnsaal für alle Eltern. Im Lehrkörper wurde beschlossen, statt der alljährlichen Muttertagsfeier jeweils eine andere Veranstaltung für die Eltern im Laufe eines Schuljahres zu machen, um einen vielseitigen Einblick in das schulische Arbeiten von Lehrern und Kindern zu geben.

1985/86: acht Klassen, 148 Kinder.
Elisabeth Niedermüller kommt statt Thomas Riss an die Schule. Letzterer hat nach Meran geheiratet. Maria Prünster wird statt E. Strasser Werken und Sr. Irmina die beiden 3. Klassen in Religion unterrichten.
Zwei Schulversuche: Deutsch-Lehrplanerprobung und "Besondere Lernformen" (= soziales und spielerisches Lernen als Schwerpunkt) in der 1 b-Klasse.
Weihnachtsbazar: Verkauf von Selbstgebasteltem und Gezeichnetem der Kinder, sowie Kaffee und Kuchen vom Elternverein. Der Erlös von S 15.000,-- wird dem Jugendrotkreuz für die Opfer der Schlammkatastrophe in Äthiopien überwiesen.
SchülerInnen der 4b-Klasse führen ein kleines Theaterstück in Eigeninitiative auf. Eingegangene Spenden werden an eine verarmte und verschuldete Südtiroler Familie, die früher in Arzl gewohnt hatte und deren Familienvater gestorben war, überwiesen.
Zwei arme von der Kinderheimleiterin vorgeschlagene Kinder werden von der 3a-Klasse, die ca. S 2 000,-- gesammelt hat, beschenkt.
Im Herbst große Feuerwehrübung: Die Freiwillige Feuerwehr Arzl ist gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Innsbruck. im "Großeinsatz" an unserer Schule.

1986/87: acht Klassen, 140 Kinder
Martin Kaindl kommt an die Schule zurück. B. Zangerle ist wegen Übersiedlung an eine andere Schule gegangen. Elfriede Thurner übernimmt Werken für M. Prünster, die in Karenzurlaub geht. Sr. Irmina unterrichtet die 1., 3. und 4. Klasse, Christine Weber die beiden 2. Klassen in Religion. Da Sr. Irmina für längere Zeit erkrankt, übernimmt Weber die 1. Klasse zur 2. dazu, und B. Dietrich führt in dieser Zeit die 3. und 4. Klasse.
Zwei Schulversuche wie im Vorjahr - diesmal in der 2b-Klasse. Freiwillige Angebote für alle SchülerInnen: Haltungsturnen, Spielmusik, Deutsch-Zusatzunterricht für Ausländer und Logopädie.
Klassen- und Schulforum: Erstmalig werden für jede Klasse Elternvertreter und Elternstellvertreter gewählt. Im Schulforum wird gebeten, an die zuständige Stelle weiterzuleiten, eine Schulwegsicherung an der Arzler Straße, die in letzter Zeit verbreitert und dadurch für die Schüler gefährlicher wurde, vorzunehmen.
EV und StV in diesem Jahr:
1a: Gasser A. (Madersbacher M.)
1 b: Winterle L. (John G.)
2a: Mag. Bassetti P. (Müssiggang A.)
2b: Brugger E. (Renz M.)
3a: Stummvoll M. (Hagleitner A.)
3b: Kroh H. (Posch A.)
4a: DI Sporschill K. (Schätzer M.)
4b: Kohlreider H. (Pichler A.)
Kulturservice bietet Alpenländische Volksmusik und Kammermusik an.
Im Fasching werden die "Arzler Maschgerer" in den Turnsaal der Schule eingeladen und führen dort ihre Tänze vor. Im Einvernehmen mit der Musikkapelle wird vom Lehrkörper beschlossen, in Zukunft die Faschingsfeiern immer am Faschingsdienstag und in der Schule abzuhalten (Regelung für Innsbruck-Stadt). Ausschlaggebend für das Absetzen des traditionellen Faschingsumzuges am Faschingssonntag sind das häufig kalte und schlechte Wetter (Erkrankungen der Kinder) sowie Terminschwierigkeiten bei den Musikanten und Lehrern.
Schulschluß: Spiel- und Sportfest an der Schule (Stationenbetrieb für die 1.und 2. Klassen; Völkerball und Turnvorführungen in den 3. und 4. Klassen). Es kommen viele Eltern, die sich die Vorführungen nicht nur anschauen, sondern bei den einzelnen Stationen auch fleißig mithelfen.
Jugendrotkreuz: Heuer 1. Platz für die Volksschule Arzl, eine Urkunde wird verliehen.

1987/88: acht Klassen, 134 Kinder.
Schulversuch: "Kindorientierte Lernformen" in der 3b-Klasse.
Wieder Angebote an die Schülerinnen: Haltungsturnen, Legasthenikerbetreuung, Logopädie, Spielmusik, Deutsch-Zusatzunterricht für Ausländer.
KF und SchF:
1a: Dr. Millonig E. (Schönherr H.)
1 b: Kocznar K. (Zech C.)
2a: Gasser A. (Mantl E.)
2b: Winterle L. (John G.)
3a: Mag. Bassetti P. (Fruth M.)
3b: Brugger E. (Renz M.)
4a: Stummvoll M. (Putzer B.)
4b: Kroh H. (Lobenwein E.)
Neuwahl beim Elternwerein Arzl: Obfrau wird Elisabeth Lobenwein..
Weihnachtsbazar im Rahmen des Jugendrotkreuzes: Erlös von S 22.620,-- geht zur Unterstützung des Vereins an "Jugendland Arzl". Muttertagsfeier mit Musikkapelle diesmal im Vereinsheim Arzl.
Im Mai findet eine Versteigerung von Bildern im Rahmen des Jugendrotkreuzes statt. Unser Beitrag: Ein Seidenmalbild von B. Kaltenböck und zwei Bilder von Arzler Schülern, die versteigert wurden.
Im Juli geht unser langjähriger Schulwart, Herr Löffler, in Pension. Er hat die Schule wie sein eigenes Heim gepflegt und in Ordnung gehalten.
Erich Pregenzer wird im kommenden Jahr an die Sonderschule für Schwerstbehinderte nach Innsbruck gehen, die Logopädin Frau Marte geht in Karenzurlaub.

1988/89: acht Klassen, 158 Kinder.
Imma Schneider kommt für Pregenzer an die Schule. Neuer Schulwart: Johann Anzengruber.
Schulversuche: Kindorientierte Lernformen in der 4b-Klasse; erster Samstag im Monat schulfrei (Einbringung der Stunden an den darauffolgenden Samstagen!).
Freiwillige Angebote an die Schüler wie im Vorjahr und dazu Schulspiel.
KF und SchF: EV und StV wie im Vorjahr; Neuwahl nur in den 1. Klassen:
1a: Dr. Riccabona P. (DI Ladurner-Rennau P.)
1 b: Dr. Richter S. (Zeidler M.)
Im Dezember promoviert die Direktorin der Volksschule Arzl S. Plössnig zum Dr. der Philosophie (Pädagogik und Psychologie). Titel der Dissertation: "Kindorientiertes Lehren". Die 4b-Klasse feiert im Uni-Areal mit.
Jugendrotkreuz: Wieder ein erster Platz in Innsbruck-Stadt für unsere Schule.
Kulturservice: Gitarre; Alpenländische Volksmusik (mit Franz Posch).
Dezember: Weihnachtsfeier im Vereinsheim
Frühjahr: Abschluß der Gratis-Zeckenschutzimpfung (3. Teilimpfung). Wegen akuter Zeckengefahr nördlich des Inns wurden alle Schüler und Lehrer geimpft.
Mai: Aufforsten durch die 4a- und 4b-Klasse unter Leitung von Oberförster J. Stern oberhalb von Arzl.
Schulschluß: WE- und BE-Ausstellung in der Schule. Alle Eltern, Innsbrucker Lehrer sowie die
Direktoren werden dazu herzlich eingeladen.
Ausmalen nach langer Zeit in allen Klassenräumen, in der Kanzlei und im Konferenzzimmer.

1989/90: acht Klassen, 161 Kinder.
Statt M. Kaindl, der in den Bezirk Kufstein übersiedelt ist, kommt Sonja Resch, statt B. Kaltenböck (Übersiedlung) kommt Ingrid Obrist und statt I. Schneider (Karenzurlaub ab 25.2.90) Sunhild Rausch an die Schule.
Schulversuche wie im Vorjahr. Zusatzangebote für alle Schüler: Legasthenie-Therapie, Logopädie, Spielmusik, Haltungsturnen, Deutsch-Zusatzunterricht. Neu: Betreuung verhaltensauffälliger Schüler durch Dr. Pirchner Elfriede.
Beim KF und SchF Wiederwahl der EV und StV (2. bis 4. Klassen).
Neuwahl in den beiden 1. Klassen:
1a: Mag.Hackspiel H. (Scheichl C.)
1 b: Dr. Beck W. (Pilgermair A.)
Um weitere Absicherung der Arzler Straße wird gebeten. (Gehsteig vom Nova Park in Richtung Innsbruck). Die Brunnenplastik vor dem Schulhauseingang wird als zu gefährlich empfunden. Um entsprechende Absicherung bzw. Entschärfung wird angesucht.
Elternverein Arzl: Neuwahl des Obmannes Winterle Bernhard.
Rumänienhilfe: Schultaschen werden gepackt, Kleidungsstücke gesammelt und durch Dr. Schwarz im Rahmen des Jugendrotkreuz direkt nach Rumänien geliefert. Ein Dankesbrief wurde von einer rumänischen Direktorin an die Schulleitung Arzl übermittelt.
Jugendrotkreuz: 29 Katastrophensäckchen werden gepackt, um im Bedarfsfall an Notleidende verschickt zu werden.
Wieder einmal ein Faschingsumzug am Faschingssonntag. Musikkapelle, Schüler, Eltern und Lehrer, die Jungbauern und der Elternverein nehmen daran teil. In der Schule wird wie üblich am Faschingsdienstag nochmals gefeiert.
Kulturservice: Gitarre; Lesungen (Gudrun Mebs, Martin Auer); Mitspieltheater Peter-Pan; Alpenländische Volksmusik.
Mai 90: 300 Fichten werden von den Schülern der 4. Klassen auf der Hungerburg gepflanzt.
Schulschluß: Spielfest in Zusammenarbeit mit dem Elternverein Arzl auf dem Spielplatz neben dem Schießstand.
Pfarrer Posch feiert seinen 70. Geburtstag, wir feiern mit ihm.

1990/91: acht Klassen, 169 Kinder.
 Schulversuch: Erster Samstag im Monat schulfrei. Freiwillige Angebote an die Schüler wie im Vorjahr; eine Betreuungslehrerin für Schülerinnen mit Lernverzögerungen (Fr. Unterasinger) kommt an die Schule.
KF und SchF: Wiederwahl der "alten" EV und StV; Neuwahl in den 1.Klassen:
18: Reifer E. (Pernlochner S.)
1b: Beck E. (Melcher M.)
Das Neonlicht und der Mauerfraß im Untergeschoß des Schultraktes (bei den Duschen) werden bemängelt. Die Behebung des Mauerfraßes wird als vordringlich an die Stadt Innsbruck weitergeleitet. Außerdem wird um einen weiteren Ausbau des Gehsteiges vom Nova Park in Richtung Innsbruck gebeten.
Aufforsten diesmal oberhalb des Arzler Schießstandes durch die beiden 4. Klassen. Die Kinder bekommen wie immer nach getaner Arbeit eine gute Jause.
Juni: Abstimmung über die 5- bzw. 6-Tage-Woche: Abgegebene Stimmen: für die 5-Tage-Woche: 6 Lehrer, 99 Eltern, gegen die 5-Tage-Woche: 5 Lehrer, 62 Eltern (2 ungültig). Da ab heuer die einfache Mehrheit genügt, kommt die 5-Tage-Woche zustande - und bleibt auch bis zum heutigen Tag.
Projektarbeit an der Schule: Thema "Umweltschutz". Ausstellung und Vorstellen der Arbeiten zum Schulschluß. Der Turnsaal ist voll, Eltern, Großeltern und viele Ehrengäste (u. a. Umweltanwalt Dr. S. Riccabona) sind gekommen, um die Arbeiten der Kinder gebührend zu würdigen.
BSI RR Erwin Steinlechner geht in Pension.

1991/92: acht Klassen, 162 Kinder.
Neuer Bezirksschulinspektor: Franz Karnthaler. Brigitte Estermann kommt statt I. Obrist, die Karenzurlaub nimmt, an die Schule. Erstmals 5- Tage-Woche!
Angebote an die Schüler wie im Vorjahr; dazu kommt Chorgesang (im März und April).
KF und SchF:
1a. Martin A. (Ladurner C.)
1 b. Pernlochner B. (Glatz A.)
3b. Pilgermair A. (Dr Beck W)
Alle übrigen wie im Vorjahr.
Wieder eine Großfeuerwehrübung im Oktober. FF Arzl unter Kommandant Ing.Larcher Toni und die BFW Innsbruck unter Leitung von FWK Schlögl Günter "retten" die Kinder bzw. bringen das angenommene Feuer unter Kontrolle.
November: Bazar in der Schule; die Kinder verkaufen Selbstgebasteltes und Zeichnungen, der EV spendet Kuchen und Kaffee. Erlös insgesamt S 30.820,--. Aus dem Erlös werden S 5.000,-- als Soforthilfe nach Jugoslawien geschickt, mit dem Restgeld werden Lernspiele und Bücher für die Arzler SchülerInnen gekauft.
Schullaufbahnberatung wie seit vielen Jahren im Jänner an unserer Schule: Diesmal informieren HD Triendl Anton von der Hauptschule Wilten und Prof. Mag. Gnigler Max von der AHS die Eltern der Schüler der 3. und 4. Klassen über die weitere Schullaufbahn. Diese Veranstaltung findet an der Schule alle zwei Jahre statt.
Ein Eislaufkurs mit russischem Trainer wird für die Kinder der 3. Klassen abgehalten.
Der Faschingsumzug wird diesmal von Elternverein-Obmann Winterle organisiert. Am Faschingsdienstag wird in der Schule gefeiert. Herr Pernlochner spielt für unsere Muller-Schüler, die ihre Tänze im Turnsaal vorführen, auf. Danach gibt es - wie bei den Großen - den Ehrentanz.
Zahngesundheitspflege: Vier Termine pro Schuljahr, heuer für die 1., 3.und 4. Klassen.
Jugendsingen für eine Auswahl der beiden 3. Klassen, Leitung: B. Estermann, die mit der Gruppe den Aufstieg in das Landesjugendsingen schafft. Es gibt eine Urkunde für die Schule.
Wieder Aufforsten durch die 4. Klassen.
Verkehrserziehungsaktion: "Apfel-Zitrone" zur Geschwindigkeitsüberwachung. Die Kinder überreichen außer Obst auch noch schöne Zeichnungen an die "braven" Autofahrer.
Juli: Dekretverleihung an VD Dr. S. Plössnig (Oberschulrätin).
Ein neuer Verbindungsweg vom Zimmeterweg zur Schule ist gebaut worden. Das bedeutet eine merkliche Abkürzung für viele Schüler, noch dazu eine gefahrlose ohne Autos!
Zugleich wird auch der Garten umzäunt; damit ist die Gefahrenquelle "Brunnenplastik" behoben.

1992/93: acht Klassen, 152 Kinder.
Barbara Thomic übernimmt die 1b-Klasse statt A. Falch, die in Pension geht, Margit Hausdorfer die 1a-Klasse statt Rausch S., die an die Schule Rotadlerstraße kommt, und E. Hosp übernimmt die Klasse von E. Niedermüller, die eine Stelle in der Nähe ihres Wohnortes Mils annimmt. Als Betreuungslehrerin kommt Soto Delgado Ruth statt Dr. Pirchner E. zu uns nach Arzl.
KF und SchF wie im Vorjahr.
Neuwahl in den 1. Klassen:
1 a: DI Ladurner P. (Meusburger M.)
1 b: Marcher V. (Dr. Schwaighofer K.)
Diesmal wird im Schulforum um Verlegung der Vorschulklasse von Mühlau nach Arzl angesucht, weil Arzl doppelt so viele Klassen wie Mühlau und somit meistens auch mehr Vorschüler hat. Dieser Bitte wird stattgegeben, und so wird im nächsten Jahr die Schule Arzl neun Klassen haben. Vor allem werden unsere Vorschüler nicht mehr vom Ort wegfahren müssen. In diesem Jahr muß ein Raum als Vorschulklasse geschaffen werden: Dazu wird der Werkraum (im Untergeschoß) nach vorn verlegt; es werden zwei Zwischenwände herausgerissen, und somit entsteht hier ein kombinierter Werkerziehungs- und Medienraum, der größenmäßig den Anforderungen besser entspricht als der alte, kleinere Raum, der nun zur Vorschulklasse umfunktioniert und dementsprechend eingerichtet wird.
Im Jänner 93 wird der Elternverein Arzl offiziell aufgelöst, da das Schulforum weitestgehend die Anliegen der Eltern vertritt. Das "Vereinsvermögen" des Elternvereins wird aufgeteilt: Jede der acht Klassen erhält S 1.817,-- zur schulischen Verwendung.
Viermal jährlich Zahngesundheitspflege in den 1., 3. und 4. Klassen. Aufforsten durch die 4. Klassen im Bereich Arzler Eggenwald: 200 Fichten und 50 Föhren werden gepflanzt.
Versuch, der aber bis auf weiteres nicht mehr wiederholt wird: Radfahrprüfung für alle Kinder der 4. Klassen im Rahmen des Verziehungs-Unterrichts im Verkehrsgarten Wilten. Probleme, die sich ergaben: Zu wetterabhängig (Busbestellung), zu weite Anfahrt und zu starker Gruppenzwang. Ab jetzt wird nur mehr die theoretische Vorbereitung in der Schule geleistet, das praktische Fahren und die Prüfung durch die Polizei Innsbruck sollte von den Eltern in Eigenregie übernommen werden.
Zum Schulschluß gibt es wieder eine BE- und WE-Ausstellung. Es werden kleine Kunstwerke vorgestellt. Die Arbeit der Lehrpersonen und die der Kinder können sich sehen lassen!

1993/94: neun Klassen, 155 Kinder.
Frau Holzner Hermine kommt aus der Vorschulklasse Mühlau und wird von nun an unsere führen. Die Direktorin wird freigestellt, und Brigitta Wiederin kommt neu an die Schule. Sie wird die 1. Montessoriklasse übernehmen.
Aber auch in fast allen übrigen Klassen haben sich seit einigen Jahren offene Unterrichtsformen (Freiarbeit, Arbeitspläne, Projektarbeit etc.) neben gebundenem Unterricht durchgesetzt und machen somit eine neue Form der Leistungsbeurteilung notwendig. Daher Schulversuch: Alternative Leistungsbeurteilung (1 b-Klasse = Montessoriklasse). Das Material für die Montessoriklasse wird der Volksschule Arzl vom Pädagogischen Institut des Landes geliehen. Dafür dürfen in Zukunft andere Lehrer in unserer Schule hospitieren, das Material soll auch an den Montessoriverein verliehen werden. Die Rückgabe an das Pädagogische Institut ist voraussichtlich in vier Jahren geplant. Zu diesem Zeitpunkt hat die Stadt Innsbruck die Materialien selbst angekauft.
Angebote für die Schüler: Legasthenie-Therapie, Logopädie, Haltungsturnen und Deutsch-Zusatzunterricht; zwei Betreuungslehrerinnen.
KF und SchF: Wahl wie im Vorjahr; Neuwahl erste Klassen:
1a: Unterthurner H. (Reilzner C.)
1b: Harthaller M. (Stern S.)
Vst.: Wegscheider J. (Reichart E.)
Um Ausbau der Baustufe II, die schon vor mehr als zwanzig Jahren geplant war, wird nun gebeten. Dringend gebraucht würde ein Mehrzweckraum für verschiedene Veranstaltungen in der Schule, da der Turnsaal für diese nicht geeignet scheint. Außerdem wären mehrere Nebenräume für die Sonderbetreuung der Schüler (Legasthenie-Therapie, Logopädie...), ein Musikraum etc. und eventuell eine Schulwartwohnung notwendig. Auch der Kindergarten, der arge Raumnöte hat (untergebracht in zwei Häusern!), könnte auf dem südlichen Schulareal Platz finden. Somit wäre auch das leidige Spielplatz- sowie Turnsaalproblem für die Kindergartenkinder gelöst. Schon längere Zeit wird um neues Schulgestühl gebeten, da das alte überholt ist.
Dezember: Am ersten Elternsprechtag werden Weihnachtsbasteleien, Billets etc. von den Kindern zum Verkauf angeboten, die Eltern spendieren Kuchen und Kaffee dazu. Der Erlös von S 8.720,-- wird für verschiedene L –Spielgeräte und auch für die Klassenschülerbücherei verwendet.
Am zweiten Elternsprechtag im Mai gibt es wieder Kuchen und Kaffee, die Einnahmen von S 4.760,-- werden auf alle Klassen verteilt und können als Zuschuß für Ausflüge, Lehrausgänge etc. verwendet werden.
Wieder viele Angebote des Kulturservice.
Neueinführung einer Adventfeier an jedem 1. Montag im Advent: Versammlung aller Schüler im Stiegenhaus/Parterre unter einem großen Adventkranz. Jeweils zwei Parallelklassen gestalten die Feier. Die Adventfeier ist so gut angenommen worden, daß sie in den nächsten Jahren weitergeführt werden soll.
Große Weihnachtsfeier für alle Eltern im Turnsaal. Die Kinder singen, spielen, tragen Gedichte vor und machen den Anwesenden damit große Freude. Die 1a-, 2b- und 4a-Klasse tragen einen Teil des Festprogramms betagten Menschen im Malfattiheim vor und bringen auch dorthin Weihnachtsfreude!
Zahnprophylaxe: Diesmal endlich für alle Klassen, viermal jährlich. Beim vierten Mal werden die Kinder von einer Zahnärztin untersucht.
Schwimmunterricht für die beiden 1. Klassen im Hallenbad.
Estnische Schulleiter, die Tirol besuchen, statten auch unserer Volksschule einen Besuch ab. Sie sind vom Unterricht begeistert. Estland ist - was das Schulsystem betrifft - noch im Rückstand.
Museumsbesuche sind seit Jahren für unsere Schüler selbstverständlich. Die Schüler arbeiten dort mit und können selber gestalten. Diesmal hatte die 4b-Klasse Glück: Als 300. Besucherklasse erhielt sie eine schöne "Museumstorte".
Zum Schulschluß werden alle Lehrer und unser Schulwart von Sr. Irmina nach Hochrum zu einem kalten Buffet eingeladen. Wir werden großartig bewirtet und schenken den Schwestern für ihre
Mühe ein Halbjahresabo für eine Zeitschrift nach Wunsch.

1994/95: neun Klassen, 152 Kinder.
Sonja Resch ist in einen anderen Bezirk übersiedelt und nicht mehr an der Schule. Für sie kommt Martina Gander, die wieder eine Montessoriklasse übernimmt. Sr. Irmina geht in Frühpension, Krulis Martin übernimmt ihre Klassen in Religion.
Angebote an alle Schüler wie im Vorjahr; dazu unverbindliche Übungen: Musikalisches Gestalten und LÜ.
Schulversuch: "Alternative Leistungsbeurteilung" in den beiden 1. Klassen und weiterführend auch in der 2b-Klasse.
KF und SchF: Wiederwahl in den 2. bis 4. Klassen; Neuwahl in den 1.Klassen:
1a: Kainz H. (Dr. Riccabona P.)
1b: Mag. Rauch M. (Dr. Achammer B.)
Vst.: Menardi M. (Melcher B.)
Der Schulversuch "Alternative Leistungsbeurteilung" wird den Eltern vorgestellt, und von allen sehr gut aufgenommen. Es wird gewünscht, daß immer beide Parallelklassen einbezogen werden.
Beim ersten Elternsprechtag werden durch Kuchen- und Kaffeeverkauf S 10.615,-- eingenommen. Mit dem Geld wird ein Laminiergerät für die Schule angeschafft. Der 2. Elternsprechtag findet im Mai 96 statt. Es werden ebenfalls von den Eltern Kaffee und Kuchen angeboten und der Reingewinn von S 4.050,-- wird der Schule zur Anschaffung eines Stanz- und Bindegerätes überlassen. Wir sind sehr glücklich, daß wir so einsichtige und schulfreundliche Eltern haben.
Adventfeier wie im Vorjahr.
Kulturserviceangebote: Literatur, Theater, Museumspädagogik, Stadtmuseum Hall. Außerdem besuchen alle Lehrpersonen mit ihren Klassen das Schloß Ambras und machen Führungen mit.
Darüber hinaus gibt es Lehrausgänge in den Alpenzoo, zum Höttinger Bild (nur 3. und 4. Klassen) und Exkursionen zur Landesausstellung ins Stift Stams (4. Klassen).
Wie alljährlich Aufforsten, diesmal 100 Ahorn-, Wildkirschbäumchen und Ulmen zur gesunden
Mischung unter Fichten beim Rechenhof.
Juni: Spiel- und Sportfest am Sportplatz unter Mitwirkung des JUFF. Verschiedene Geschicklichkeitsübungen, Bauen und Werken, Ballspiele u. v. m. werden von den Leuten des JUFF, den Eltern und Lehrern gemeinsam betreut. Zum Abschluß wird noch ausgiebig gegrillt. Ein fröhliches Fest für alle.

1995/96: neun Klassen, 146 Kinder.
Barbara Thomic geht in Karenzurlaub und Sabine Rudig übernimmt ihre 4. Klasse. In der 4. Klasse wird Frau Hausdorfer und die neue Kollegin Frau Graber Karin je eine halbe Lehrverpflichtung übernehmen. Auch in Religion gibt es eine Änderung: Unser neuer Pfarrer Dr. Eppacher Anton übernimmt die 4b-Klasse in Religion, Elisabeth Kurz die beiden 1. und 2. Klassen und Christine Weber die beiden 3. und die 4a-Klasse. Frau Arbeiter kommt statt Frau Unterasinger als Betreuungslehrerin zu uns. Eva Hosp übernimmt eine weitere Montessoriklasse. Da B. Estermann für längere Zeit wegen Krankheit ausfällt, wird sie von Maria Bierbaum in dieser Zeit vertreten.
Schulversuch: Alternative Leistungsbeurteilung in beiden 1. und 2. Klassen.
Zusatzangebote wie im Vorjahr. Eislaufkurse: 1 b, 2b, 4a und 4b, Schwimmkurse: 1 b, 2b.
Wieder eine Großfeuerwehrübung im Herbst.
KF und SchF: Wiederwahl wie im Vorjahr, Neuwahl:
18: Pichler K. (Schretter G.)
1 b: Dr. Bischof H. (Holzer A.)
Vst.: Kögl E. (Lackner C.)
Es wird um bessere Überwachung der Fußgängerampel an der Arzlerstraße gebeten. Außerdem wird Polizeischutz beim Zebrastreifen Nova Park besonders in den ersten Wochen nach Schulbeginn gefordert.
Bazar für Albanienhilfe: Schülerarbeiten, Flohmarkt, Kaffee und Kuchen erbringen einen Reinerlös von S 15.500,--. Das Geld wird durch Frau Dr. Giersig direkt für Dach- und Sanitäranlagen-Sanierung an eine Schule nach Tirana/Albanien geschickt.
Lehrausgänge, Wandertage und Exkursionen, ein Elternsprechtag, Aufforsten, eine Ausstellung der 4a-Klasse zugunsten der Kinderkrebsstation Innsbruck u. v. a. werden heuer noch auf dem Programm stehen. Für einige Klassen werden wir endlich neues Gestühl bekommen.
Ausklang des heurigen Schuljahres wird die 25-Jahr-Feier der Volksschule Arzl sein.

(C) Dr. Sieglinde Plössnig, Thaur


Haben Sie Anregungen, Hinweise, Korrekturvorschläge? Haben Sie Material (Photos, Dokumente, Überlieferungen...), das Sie zur Verfügung stellen wollen?
Bitte melden Sie sich!

Dietrich Feil
General-Feurstein-Straße 13
6020 Innsbruck/Arzl


(C) Dietrich FEIL, Innsbruck/Arzl, 2002
 
Diese Seiten werden auf einem Server der Universitaet Innsbruck gehostet und unterstehen diesen Richtlinien.