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REGESTEN DER ÄLTEREN URKUNDEN IM
PFARRARCHIV RUM
mit Bezug zu Arzl
Die folgende Liste beruht auf den 1958-1962 von Hanns BACHMANN und Fritz STEINEGGER erstellten Regesten des Pfarrarchivs Rum.

Die Zählung von Bachmann und Steinegger folgt nicht durchwegs der chronologischen Ordnung; zur besseren Übersicht sind hier die Urkunden  in zeitlicher Reihenfolge angeführt.

Urkunde Nr. 1
10. Dezember 1329
Suntags nach Sand Nyklaws tag

Chünr(at) Purn(er), Bürger zu Halle, seine Frau Chunegunt und seine Mutter Leugart verkaufen der "gepäurschaft des torfes ze Rumme" ihr dort gelegenes Eigen, dazu gehören u.a. die Äcker genannt Preydakcher und Tavel, ein Acker "ze Eczleins tal" und eine halbe Trat genannt Pitzun.



Urkunde Nr. 2
24. April 1337
Sand Georgen tag

Heinr(eich) der Sneyd(er) von Arczelle als Zeuge eines Grundstückverkaufs.



Urkunde Nr. 3
4. Jänner 1343
Samstag vor dem Zwölften

Das Dorf zu Rumme und die Gebaurschaft haben großen Mangel an Wasser und Mühlen. Da vereinbaren die Ältesten und Besten mit Gebhart, Lewtold des Vazzers Sohn, von Hall folgenden Vertrag:
Gebhart soll durch das Gesuch des Dorfes, der ihnen von der Herrschaft verliehen wurde, einen Bach führen, den er aus dem sogenannten Arczäller Bach leiten soll, in deren Gesuch er entspringt und es durchfließt, oder in einer anderen Runst des Dorfes.
Sollte ihn jeamand hindern, so hat es das Dorf sofort zu bereinigen. Sollte der Bach von Wildwasser, Schnee oder Eis aus der Runst treten, so geht dies nicht zu Lasten des Gebharts. Er soll nach dem Hochwasser die Bachrunst wieder räumen und den Bach wieder hineinleiten.
Gebhart und seine Erben sollen im Bach ihren Mühlschlag haben. Sie können an Wochentagen den Bach vom Ursprung bis zum Ende ungehindert nützen. An Sonn- und Feiertagen steht der Nutzgenuß dem Dorfe zu. Doch Werchtags früh müssen sie den Bach wieder in die rechte Runst führen. Wer ihn Werchtags ohne Wissen Gebharts abkehrt, verfällt mit 5 Pfund Berner dem Gericht und dem Gebhart, so wie früher die Bestimmung um den alten Bach war.
Wer sich dieser Ordnung nicht anschließt, soll weder Wochen- noch Feiertags einen Nutzgenuß am Wasser haben.
Möchten Gebhard oder seine Erben ihre Rechte verkaufen, so steht das erste Verkaufsrecht dem Chirchmair ze Rumme für die Kirche, dann der Bauerschaft zu.

Siegler: Pörcht(old) von F(r)wntsp(erch), Richter zu Hall
mehrere Zeugen



Urkunde Nr. 4
13. Dezember 1343
Luceynentag

Gebhart Leutold des Vassers Sohn von Hall und Kathrein, seine Frau, verkaufen Hainr(eich) dem Mayer von Rümme die ihnen und der Bauerschaft von der Herrschaft von Tirol verliehenen Rechte an dem Bach zu Rum um einen ungenannten Geldbetrag. Sollten sie die anderen halben Rechte verkaufen, so gewähren sie dem genannten Mayer das Vorkaufrecht wie umgekehrt.

Siegler: Eberhard der Rümmel, Stadtrichter zu Hall
unter den Zeugen u.a. Christan, der Dorfmeister zu Artzaelle



Urkunde Nr. 13
16. Mai 1412
Montag nach Pankraz

(Nach mehreren Schwierigkeiten und längerem Rechtsstreit) wurde die Nachbarschaft und die Jörgen- und Margaretenkirche zu Rum in Nutz und Gewähr von Mühle und Mühlschlag auf dem Rumer Moos mit Wasser und Wasserleitung gesetzt.

Siegler: Hans Nütz, Stadtrichter von Hall
zahlreiche Zeugen, darunter u.a. Haincz Hasner, Told Flieser, Nikl Hafnär, Ülreich Perner, Haincz Puchel, Michel Snewezz, Chünz Hintermaier, Hans des Sneweizz Eidam, Haincz Schrof, Hans Wolfzagel, Hans des Mesnärs Sohn, Hans Mair, Chünz Vortag, Hans Preger, Haincz Chälb, alle zu Arczell



Urkunde Nr. 34
12. November 1484
an freytag nach sand Martinstag
Innsbruck

Hans Dieperskircher, Futtermeister und Pfleger des Erzherzogs Sigmund zu Österreich zu Schneeberg entscheidet im Auftrag Erzherzog Sigmunds (Innsbruck am 13. November 1483) einen Streit zwischen Bürgermeister, Rat und Gemeinde der Stadt Hall, Gerichtsleuten zu Thaur, Rum, Arzl und Heiligenkreuz einseits und den Leuten in der Propstei Amras und Pradl andererseits nach Anhörung beider Parteien wegen etlicher Grenzsteine in den Auen am Inn am strittigen Ort folgendermaßen:
Der Grenzstein wird etwas weiter aufwärts gegen den Grund der Amraser gerückt und gesetzt. Von diesem Markstein in der Parleyten, der schnurgerade darüber auf dem Bühel zu Mühlau, wo die St. Leonhardskirche steht, soll die Grenze geradlinig bis zum Inn führen. Auf der einen Seite soll es gehalten werden wie von alters her. Alle Auen unterhalb dieses Marksteines sollen die von Hall, Thaur, Rum, Arzl, Mühlau und Heiligkreuz mit Holz (Zaunholz) und Weide nutzen. Die Auen oberhalb dieses Marksteines sollen aber die von Amras und Pradl nutzen.

Siegler: Hanns Dieperskircher
verschiedene Zeugen



Urkunde Nr. 35
5. März 1486
am suntag als man singt Letary

Margret, Frau des Zacharias Schmelzer, zu Arzl verkauft dem Kristan Seussenhofer zu Rum als Kirchpropst der St. Georg - St. Margarethenkirche zu Rum 1 Pfund Perner jährlichen ewigen Zins aus ihrer Hofstatt zu Arzl, die im Osten und Süden an das Haus und die Hofstatt des Kunrat Purner zu Arzl und im Westen an den Messergarten - den jetzt Vlreich Voglmair innehat - grenzt, um 25 Pfund Perner Meraner Münze.

Siegler: Clement Wolfsecker, Anwalt der Pflege Thaur

Zeugen:
Zacharias Schmelzer, Gatte der genannten Margret
Wolfgang Schlicker, Oswald Heusl, Peter Wild, alle von Thaur
Hans Pächt von Arzl



Urkunde Nr. 37
30. Oktober 1486
Montag vor Allerheiligen

Peter Lautterpach zu Arzell als Zeuge einer Stiftung von zwei Wochenmessen in der Rumer Kirche



Urkunde Nr. 38
30. Oktober 1486
Montag vor Allerheiligen

inhaltsgleich mit Nr. 37; Peter Lautterpach zu Arzell als Zeuge



Urkunde Nr. 39
14. Dezember 1486
Innsbruck

bichöfliche Bestätigung der in Nr. 37 und 38 genannten Meßstiftung; Peter Lautterpach als Zeuge



Urkunde Nr. 42
6. Juni 1494
Freitag nach Erasmustag

Clement Wolfsekher, Anwalt der Pflege zu Thaur, schlichtet einen Rechtsstreit zwischen der Gemeinde Rum und Andre Purner vom Hof Purn ober Arzel wegen Wasser-, Holz-, Lehnmäder-, Wege- und Weidenutzung auf Grund eines Lokalaugenscheins.
Andre Purner und die späteren Hofinhaber dürfen das Wasser von dem Bach, der nach Rum rinnt, zum Hof leiten. Sie können zwei Rohre vom Bach zum Hof leiten, wie das durch das March festgelegt werden soll, das drei Geschworene bestimmen. Dafür gibt Purner der Gemeinde Rum als einmalige Leistung 8 Pfund Berner. Die Rumer dürfen den Weg benützen und Purner hat für die zwei Gatter zu sorgen. Den Rumern obliegt die Erhaltung des Weges und das Schließen der Gatter.
Die Nutzung der Lehenmäder steht Purner nach Bestimmung des Maientaidings zu und die Holz- und Weidenutzung gemäß der alten Öffnung. Die Kosten für die Verhandlung werden zur Hälfte geteilt.
Für die Gemeinde Rum verspricht der geschworene Dorfmeister Michel Hoppuchler im Beisein eines Ausschusses der Gemeinde die Einhaltung des Vertrages, für die andere Partei Andre Purner.

Siegler: Clement Wolfsegkher, Anwalt der Pflege Thaur

Zeugen: Oswald Hewsl, Daniel Mezenleiter, Hanns Vogl, Cristan Tulffer und Michel Mall, alle aus dem Gericht Thaur



Urkunde Nr. 94
28. März 1495
Samstag vor Sonntag Letare

Cristoff Buechholzer, Bürger zu Hall, sitzt für den Richter Peter Sachs zu Thaur an der Gedingstatt zu Gericht. Da erschienen Achaz Hoppuchler, Dorfmeister zu Rum, Hanns Gerber und Veit Smidt, alle von Rum, und begehrten wegen des Tales im Glassein, desetwegen sie mit der Nachbarschaft Arzl im Rechtsstreit stehen, eine Kundschaft.
Da sagten Hanns Pratter, Cunz Zimerman, Hanns Werner und Adam Leber, daß die Rumer im Tale geholzt und geweidet hätten und von niemandem behindert wurden. Cristan Hindermayr und Lienhard Reutter, beide von Arzl, wollten von den Kundschaftsleuten March und Marksteine gegen Arzl wissen.



Urkunde Nr. 92
3. April 1495

Clement Wolfsegker, Anwalt der Pflege zu Thaur, soll nach königlichem Mandat im Streite zwischen der Nachbarschaft Rum und Arzl Kundschaft geben.
Er erklärt nach Einvernahme der Parteien, daß im vergangenen Sommer die Nachbarn von Arzl das Tal in Glassein unterhalb des Steiges bis in das Egkh und vom Ratspuchel bis zum gegenüberliegenden Bühel einzufangen begehrten, da sie es für ihr Gesuch, Holz und Weide hielten.
Er ging mit dem Forstmeister auch dorthin. Nun wurde das Gebiet auch von den Rumern angesprochen. Die Arzler erwiderten, daß die Rumer mit der Neuraut auf ihr Gebiet kamen. Da keine Einigung zustandekam, ersuchten die Arzler ihn und Kaspar Pezler, Richter, um ein Anleitrecht auf Grund und Boden, das bis heute verschoben wurde.

Siegler: Clement Wolfsegker



Urkunde Nr. 93
3. April 1495

Peter Sachs, Richter zu Hall, sitzt zwischen Rum und Arzl im Etzleinstal wegen einer Kundschaft zu Gericht, da erscheint Achaz Hoppuchler, Dorfmeister zu Rum, und begehrt wegen des Tales in Glassein um eine Kundschaft und bringt zu diesem Zweck Peter Prugel und Hanns Hueber, beide von Thaur, zur Aussage vor Gericht.
Peter Prugel erklärt, daß er als Bote des Forstmeisters in Rum gewesen sei, weil die von Arzl eine Gemein einziehen wollten, wogegen die Rumer Einspruch erhoben. Auch habe er gesehen, daß die Rumer in Glassein geholzt und geweidet hätten, ohne von den Arzlern daran gehindert worden zu sein.
Auch Hans Huber wisse, daß sein Ähn und Vater an den Enden wie auch andere Rumer geholzt und dort ihr Gesuch hatten. Der Dorfmeister von Arzl, Hanns Salzburger, und andere machen ähnliche Aussagen.



Urkunde Nr. 90
8. August 1496
Rum

Cristan Hueber, Bürger zu Hall im Inntal, entscheidet auf Befehl König Maximilians einen Streit zwischen den Nachbarschaften Arzl und Mühlau einerseits und der Nachbarschaft zu Rum andererseits wegen des Tales Glassein zu Gunsten der Nachbarschaft Rum.

aus Arzl genannt:
Sebold Smötzel, Dorfmeister zu Arzl
Hanns Sallzpurger, Dorfmeister zu Arzl

genannter Ort:
Reytzpuchl ob Etzleinstal



Urkunde Nr. 49
2. Juni 1502
Pfinztag nach Fronleichnam

Gabriel Gännstrer von Arzl als Siegler, Peter Lautterpach von Arzl unter Zeugen eines Zinsgeldverkaufes in Rum



Urkunde Nr. 50
23. August 1502
an erichtag vor sand Bartholomaeustag

Gabriel Gänstrer von Arzl als Siegler einer Schenkung der Elspet, Tochter des Jörg und der Wanndel Negelein, zu Rum und Frau des Peter Lautterpach an die Kirche in Rum.



Urkunde Nr. 95
28. Dezember 1502
Allerkindleintag

Stefan Hinttermair von Arzl als Zeuge bei Zinsgeschäft für die Rumer Kirche



Urkunde Nr. 51
9. Jänner 1503
Montag nach st. Erhard

Gabriel Gännstrer zu Arzell als Siegler und Peter Lautterpach jun. und Kristan Told, beide zu Arzell, unter Zeugen eines Zinsgeldverkaufes an die Kirche in Rum.



Urkunde Nr. 96
24. April 1503
Montag an st. Jörgentag

Leonhart Reutter, Peter Lautterpach und Hanns Werißhofer, alle zu Arzell, als Zeugen bei Zinsgültenverkauf an die Rumer Kirche.



Urkunde Nr. 57
14. Mai 1505
an Mittag vor sand Veitstag

Folgende Nachbarn von Rum haben für die gestiftete Sonntagsfrümesse in der Kirche zu Rum nachgenannte Zinsgülten an die Kirche von Rum geschenkt:
...
Jörg und Magdalena Stawner... 6 Kreuzer aus einem Acker zu Arzl im Slumsfeld, wovon die Hälfte der Margreth, Schwester der Stawner gehört, und gränzt an die Landstraße, Annebant und an den Acker des Michel Tolld.
...
Peter Smeltzl und seine Frau Elisabeth 8 Kreuzer aus einer Hofstatt zu Arzl, auf der Hanns Rueger wohnt und die im Süden an den Bach und an den Wegen zum Haus und zur Hofstatt des Gabriel Gännstrer grenzt.
...



Urkunde Nr. 97
6. Mai 1526
Sonntag nach Kreuzauffindung

Die Nachbarschaft zu Rum bestimmt sieben namentlich genannte Procuratoren im Streit mit der Nachbarschaft Arzl und Mülein wegen des Holzgesuchs in Wurempach.

unter den Zeugen: Hanns Schmelzel zu Arzell



Urkunde Nr. 72
20. Juli 1532
am sambstag vor sannd Maria Magdalena tag

Hanns Stumpeckh, Richter zu Hall im Inntal, verhört als Bevollmächtigter der Nachbarschaft Rum auf Bitte mehrerer namentlich genannter Rumer in der Rechtssache gegen Wolfgang Räffl auf Purn im Gericht Thaur wegen der Schlagung des Zaunholzes durch den jeweiligen Inhaber des Rechenhofes mehrere Personen, u.a. aus Arzl Anndree Stachel, Cristan Kolb, Leonhard Arnolt sen., Hanns Praitenlochner und Steffan Werner.
Weitere genannte Personen aus Arzl: Anndree Purner, Jörg Purner, Peter Purner, Cristan Reitter, Jörg Lännzinger

unter Zeugen: Symon Rueger zu Arzl



(nach Nr. 74 in Aktenposition: Frühmessandachten)
7. November 1538

Verzeichnis aller Messen, die jeder Pfarrer von Thaur verpflichtet ist, in Arzl gemäß den Stiftsbriefen zu halten:
Jeden Sonntag eine Messe mit Predigt und Weihbrunnen sprengen.
Jeden Freitag eine Messe lesen.
An den vier hohen Frauentagen ein gesungenes Lobamt mit Predigt.
Am Zwölfbotentag eine Messe mit Predigt.
Am Weihnachtstag zwei gesungene Lobämter und eine Messe mit Predigt.
Am St. Stephanstag eine Messe mit Predigt und das Salz weihen.
Am St. Johannestag eine Messe und den Wein weihen und Predigt.
Am Neujahrstag ein gesungenes Lobamt mit Predigt.
Am Hl. Dreikönigstag ein gesungenes Lobamt mit Predigt.
Am Fasnachttag eine Messe.
Am Aschermittag eine Messe.
Am Ostertag ein gesungenes Lobamt mit Predigt und die Fladen weihen.
Am Montag und Ergtag danach eine Messe mit Predigt.
Zu Pfingsten ein gesungenes Lobamt mit Predigt.
Am Montag und Ergtag danach eine Messe mit Predigt.
Am Tag Johannes des Täufers ein gesungenes Lobamt mit Predigt und am Abend eine Vesper.
An St. Laurenzentag eine Messe.
An St. Michaelstag eine Messe
Zu Allerheiligen ein gesungenes Lobamt mit Predigt.
Am Allerseelentag ein Seelenamt und am Abend eine Vigil.
An St. Katharinentag eine Messe.
Zu Kirchweih ein gesungenes Lobamt mit Predigt, am Abend eine Vesper.
An St. Martinstag eine Messe.
An St. Nikolaustag eine Messe.
Zu Mariä Empfängnis eine Messe.
Am Liechtmesstag die Kerzen weihen.
An den vier Gottemersundt-tagen(!) ein Seelenamt und die gestifteten Jahrtage, von denen der Pfarrer eine besondere Besoldung hat.
Dem Pfarrer ist dafür die Montagmesse in Arzl zu erlassen.
Der Pfarrer hat zwei Stiere zu stellen.
Fallen Hochzeiten und Leichenbegängnisse auf einen Tag, wo der Pfarrer die Messen nicht halten muß, so soll der Pfarrer doch die Messen oder Ämter lesen.
Die 7., 30. und gestifteten Jahrtag soll der Pfarrer nicht an den ordentlichen Meßtagen halten. Hält er sie aber doch, so soll er die versäumte ordentliche Messe an einem anderen Tag nachholen oder dafür 1 Pfund Perner hergeben.
Dieser Vergleich soll zu Thaur, Rum und Arzl ab Liechtmeß des 43. Jahres gehalten werden. Dies gelobt der Dekan Sewastian Mair und die Vertreter der Pfarrgemeinden Thaur, Rum, Arzl und Mühlau.

Siegler: Beat Widmann, tirolischer Kanzler und Inhaber der Herrschaft Thaur

unter den Zeugen: Kristan Reutter und Lienhart Arnolt jun., beide aus Arzl



Urkunde Nr. 75
20. April 1541

Michael Vnnderstrasser, Vogt des tirolischen Kanzlers Dr. Beat Widmann zu Mieringen in Hörb und Anwalt der Herrschaft Thaur, legt einen Streit zwischen Wolfgang Räffs vom Rechenhof einerseits und mehreren namentlich genannten Bevollmächtigten der Nachbarschaft von Rum wegen der Weide, des Holzes und des Wassers bei.

unter den Beisitzern: Simon Rieger zu Arzl



Urkunde Nr. 98
25. März 1546
Pfinztag Maria Verkündigung

Die gemeine Nachbarschaft, Lehens-, Söll-Leute und Inwohner zu Rum bestimmen sieben namentlich genannte Prokuratoren und Gewalthaber im Rechtsstreite mit Wolfgang Rüffel zu Purn auf dem Rechenhof und übertragen ihnen alle Vollmachten.



Urkunde Nr. 101
21. August 1601

Vertrag zwischen der Nachbarschaft Rum im Gericht Thaur und Oswald Purner als Inhaber des Purnerhofes ober Rum wegen der Wassernutzung aus dem Mühlbach, der Wun-, Weide und des Holzschlagens in der Rumer Oblei... in der Weise daß der Purner, die Thaurer und Rumer die Nutzung nunmehr gemeinsam haben sollen. Purner hat für das schon geschlagene Holz 24 Fl. rhein. zu bezahlen.



Urkunde Nr. 106
28. Februar 1698 (7. Mai 1697)

Die Gemeinde Rum und die Nachbarschaften Arzl und Mühlau schließen einen Vertrag wegen der Wun-, Weide-, Wasser- und Holznutzung am Ramerkofl, Millegg oberhalb des Rechenhofes und an anderen Orten dieses Gebietes.
Genannte Personen aus Mühlau und Arzl: Dorfmeister Georg Pernlochner, Gerichtsverpflichteter Niclau Vintl, Dorfschreiber Hanns Haff, Balthasar Hilpold und Paul Hepperger, Christian und Martin Lechner am Purn- und Rechenhof.

Lokalaugenschein: 7. Mai 1697
Vertragserrichtung: 22. September 1697
Ausmarkung: 26. September 1697
Durchführungsbestätigung: 28. Februar 1698


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Dietrich Feil
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