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DER FRIEDHOF

Bis 1913 wurden die Arzler Toten im alten Friedhof, der die Kirche umgab, bestattet. Angesichts der Tatsache, daß das dortige Areal sehr beschränkt war, war selbst beim damaligen - noch recht bescheidenen - Bevölkerungszuwachs abzusehen, daß auf Dauer kein Auskommen zu finden sein werde. Die dichte Verbauung im Dorfkern und hygienische Überlegungen, die seit dem 18. Jahrhundert an vielen Orten dazu geführt hatten, Friedhöfe an den Rand der Siedlungsgebiete zu verlegen, führten auch in Arzl dazu, daß die Gemeinde ein großes, bis dahin landwirtschaftlich genutztes Areal an der damaligen Siedlungsgrenze nordöstlich des Dorfkerns erwarb und zum Friedhof bestimmte.
Die Dimensionierung des Areals zeugt von erstaunlicher Voraussicht: der mittlere Teil des damals erworbenen Geländes, der durch Ummauerung und entsprechende Einteilung von Anfang an als Friedhof eingerichtet wurde, hat bis heute ausgereicht, die in Osten und Westen angrenzenden Bereiche sind aber von Anfang an als Friedhofserweiterungsgelände vorgesehen gewesen, so daß zumindest auf dem Friedhof auf längere Zeit kein Platzmangel zu befürchten ist. Irgendwann wird jedenfalls die vor bald 25 Jahren geäußerte Vermutung wahr werden:
"Infolge der regen Bautätigkeit und dem immer rascheren Anwachsen der Arzler Bevölkerung ist es nun soweit, daß demnächst auch der bisher unbenutzte Teil des Gottesackers seiner Bestimmung zugeführt werden muß." (500 Jahre (1980) 15).
 
 

Die Bauarbeiten am Friedhof und der Friedhofskapelle erstreckten sich durch die Jahre 1912 und 1913. Am Pfingstmontag 1913 wurde der neue Friedhof dann eingeweiht.


Der Friedhof im Herbst 2001


 
Quelle: Stadtarchiv Innsbruck Ph-5117
Der Friedhof noch ohne Verbauung der nördlich liegenden Gründe


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Dietrich Feil
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(C) Dietrich FEIL, Innsbruck/Arzl, 2002
 
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