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LISTE DER EINST IN DER MARIAHILF-KAPELLE
BEFINDLICHEN VOTIVBILDER

Die bei Hochenegg (1935) 48 erwähnten Votivbilder von 1712 und 1716 sowie jenes, an das sich die Legende von der Frau mit den vielen Totgeburten geknüpft haben dürfte, fehlten schon um 1960.

Aus dieser Zeit stammt das einzige detaillierte Verzeichnis, das den damaligen Votivbilderbestand zumindest in Beschreibungen bewahrt hat:
 

Nikolaus Chr. Kogler,
Votivbilder aus dem östlichen Nordtirol,
Text- und Katalogband
Dissertation Innsbruck 1962.
(Der Textband wurde 1964 als Band 242 der Schlern-Schriften gedruckt, der Katalogband blieb ungedruckt.)

Durch das freundliche Entgegenkommen von Herrn Dr. Kogler, der dafür seine Photo-Kartei zur Verfügung gestellt hat, ist es auch möglich, die meisten der seinerzeit vorhandenen Votivbilder hier zumindest noch im Photo zu zeigen.

Alle Photos dieser Seite: ©Dr. Klaus KOGLER, Innsbruck.


Nr. 1
Datiert: 1727
Mariahilf-Bild erscheint über vergittertem Türstock. Im Raum davor kniet das städtische Votantenpaar mit einem Sohn auf Betbänken. 
40 * 30 cm. Tafel schlecht erhalten.
Nr. 2
Datiert: 1760
Mariahilf-Bild zwischen Vorhängen auf Wolkenbogen. In einem Raum, der mit einer quadratischen Nische abschließt, kniet die bäuerliche Stifterin vor einem Tisch. Dort sitzt auf einem Polster ein kleines Kind, bekleidet mit weißem Häubchen und Schürze und einem blauen Kleid.
Nr. 3
Datiert: 1776
Mariahilf-Bild im Lichtglanz auf Wolkenbogen. Links darunter kniet im angedeuteten Raum die ländlich gekleidete Votantin. Rechts wachsen drei Arme Seelen aus dem Boden.
Nr. 4
Datiert: 1777
Mariahilf-Bild zwischen Vorhängen auf Wolkenbogen. Ein Gnadenstrahl trifft einen kranken Mann, der unter einer karierten Tuchent in seinem barock geschweiften Bett liegt. Rechts kniet eine bäuerliche Frau.
Tafel schlecht erhalten.
Nr. 5
Datiert: 1778
Mariahilf-Bild im Lichtglanz auf Wolkenbogen. Im angedeuteten Raum kniet links darunter die ländliche Stifterin.
Vom selben Maler wie Nr. 9.
keine Abbildung Nr. 6
Datiert: 1781
Mariahilf-Bild schwebt über einer kranken Frau, die im Bett liegt.
keine Abbildung Nr. 7
Datiert: 1781
Darstellung wie bei Nr. 6.
Nr. 8
Datiert: 1783
Rechts Mariahilf-Bild, links davon die Hl. Ottilie als Nonne mit Gebetbuch und einem Augenpaar darauf. Der Kultraum wird durch Marmorsäulen und geraffte Vorhänge angedeutet. Rechts kniet die bürgerliche(?) Stifterin auf einer Betbank. Davor eine Kartusche.
Nr. 9
Datiert: 1784
Mariahilf-Bild im Lichtglanz auf Wolkenbogen. Im angedeuteten Raum kniet das Stifterpaar. Der Mann trägt eine Zopfperücke und eine weiße Uniform mit blaugrauem Futter und schwarzen Knopfgamaschen.
Vom selben Maler wie Nr. 5.
Nr. 10
Datiert: 1797
Mariahilf-Bild auf Wolkenbogen. Darunter eine baumbestandene Landschaft, in deren Vordergrund die bäuerliche Stifterfamilie kniet. Zwei Gnadenstrahlen fallen links auf den Vater und seine Tochter, rechts auf die Mutter mit zwei Töchtern. Gewimpeltes Schriftband.
Von einem auch in Absam vertretenen Votivtafelmaler.
Nr. 11
Undatiert (Mitte des 18. Jahrhunderts)
Mariahilf-Bild schwebt im Lichtglanz über einer krank im Bett liegenden Frau, die mit weißer Haube und spitzengesäumtem Hemd bekleidet ist. Ein Gnadenstrahl fällt auf sie nieder.
(Das einzige heute noch in der Kapelle vorhandene Bild.)
keine Abbildung Nr. 12
Datiert: 1867
Oben Mariahilf-Bild und Erzengel Michael mit Flammenschwert. Darunter ein Mann in städtischen Kleidern.

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Dietrich Feil
General-Feurstein-Straße 13
6020 Innsbruck/Arzl


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