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BESICHTIGUNGSVORSCHLÄGE

Da es meines Erachtens das Beste ist, mit dem Bus nach Arzl zu fahren, werde ich auch den Besichtigungsvorschlag entsprechend gestalten. Wer zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto kommt, wird sich auch leicht zurechtfinden.

Zwei Vorbemerkungen:
1. Wer es sich aussuchen kann, sollte Arzl bei schönem Wetter besuchen; erstens hat er dann von der Aussicht mehr, zweitens sind manche der beschriebenen Wege bei Regen oder Schnee etwas feucht oder rutschig.
2. Das meiste von dem, das in Arzl zu sehen ist, ist ganztägig und ganzjährlich zumindest in der Zeit von ca. 8-18 h geöffnet bzw. frei zugänglich; drei Ausnahmen gibt es allerdings:
- die Kalvarienbergkapelle ist nur an Sonntagen (außerhalb des Winters und des Hochsommers!) von 14-16.30h für Besichtigungen zugänglich;
- die Dreifaltigkeitskapelle ist nur an Sonntagen geöffnet;
- die Fischerkapelle ist nur im Sommer nach Anmeldung geöffnet.
 

1. Wer genügend Zeit hat, sollte bei der Haltestelle "Kalkofenweg" aussteigen (wer die Zeit nicht hat oder nicht weit gehen will, fahre bis Arzl-West und beginne die Besichtigung bei Punkt 8). Gleich gegenüber befindet sich die Mariahilf-Kapelle.

Einige Meter weiter in Richtung Arzl zweigt hangseitig der Kalkofenweg ab, dem man bis zur Abzweigung des Helfentalweges folge.

2. Am Hang über dieser Abzweigung befindet sich ein - nicht zu betretendes! - Schutzgebiet für die Innsbrucker Küchenschelle, eine nur an den Sonnenhängen über Innsbruck vorkommende, mittlerweilen in ihrem Bestand stark gefährdete Unterart der Küchenschelle.

Man folge dem Helfentalweg nach Westen. Dabei sieht man zur Rechten:

3. eine der wenigen Stellen im Arzler Siedlungsgebiet, wo der gewachsene Kalksteinfelsen ansteht. Sonst ist er durchwegs von Ablagerungen des alten Flußbettes bzw. des Inntalsees bedeckt. Ehemals befand sich hier ein Kalksteinbruch mit zugehörigem Kalkofen, von dem der hierherführende Kalkofenweg seinen Namen hat.
Der Stollen, der hier in den Berg führt, gehört zu den Luftschutzanlagen des II. Weltkriegs.

Wenn man dem Helfentalweg weiter folgt, gelangt man

4. zum Gelände des ehemaligen Pestfriedhofs mit seiner Kapelle.

Am Hang hinter dieser Kapelle führt ein schmaler Weg weiter zur

5. Fischerkapelle (Besichtigung nach Voranmeldung).

Man gehe diesen kleinen Weg zurück und sollte einen Blick hinauf in das Helfental werfen. Dann sieht man auf der linken (westlichen) Seite

6. den Scheibenbichl, auf dem sich die erste Ansiedlung im Bereich von Arzl und Mühlau befunden haben dürfte. (Den Hügel zu besteigen ist kaum sinnvoll, weil man oben nichts als ein Feld und einen Modellflugplatz sieht. Wer es trotzdem tun will, kann sich entweder über die steile Süd- oder Ostseite hinaufplagen und dabei etwa den berechtigten Ärger der Bauern erregen oder vernünftigerweise auf dem Feldweg bis ans Ende des Helfentals und dann auf dem nach links abzweigenden Feldweg zurück bis auf das Plateau gehen.)

Man gehe nun über den Helfentalweg, den Zimmeterweg und die Alois-Schrott-Straße Richtung Dorfzentrum.

7. Am Zimmeterweg verdient der nicht öffentlich zugängliche, großteils aber über den Gartenzaun einsehbare Skulpturenpark der Stiftung Dr. Wolfgang Klocker Beachtung.
8. Wo die Alois-Schrott-Straße auf die Krippengasse trifft, sieht man eines der schönsten alten Häuser von Arzl, das sogenannte Sommerhaus des Gasthauses Stern.
9. Gleich daneben befindet sich ein für die bäuerliche Architektur interessantes Haus mit besonders auffälliger "Türkenhäng", einem Brettergerüst zum Trocknen der Maiskolben.
10. Schließlich liegt an diesem Straßeneck auch das Gasthaus Stern.- Nun gibt es zwar in Arzl mehrere Möglichkeiten, etwas zu essen oder zu trinken, das Gasthaus Stern verdient aber jedenfalls deswegen Erwähnung, weil es eines der wenigen verbliebenen Dorfgasthäuser im Raum Innsbruck ist.

Gegenüber führt eine kleine Straße zur Kirche. Kurz vor der Kirche sollte man

11. auf dem Haus Schnellmanngasse Nr. 9 das Fresko mit dem Gnadenbild von Maria Waldrast beachten.
12. Die Kirche:
 

Von der Kirche empfiehlt sich ein Abstecher hangaufwärts zu drei beachtenswerten Häusern:

13. "Höggele" bei der platzartigen Straßenerweiterung nördlich der Kirche
14. etwas weiter hangaufwärts am Purnhofweg

von hier gehe man bis zum "Höggele" zurück und den Eggenwaldweg hinauf, wo man

15. den "Kerschbuacher"-Hof sieht, ein besonders schön restauriertes Haus mit reich dekoriertem Bundwerkgiebel; drinnen befindet sich eine Schnapsbrennerei, die nach Vereinbarung auch besucht werden kann.

Wer will, kann den Eggenwaldweg bis zum Waldrand hinaufgehen (etwas steil!) und von dort die schöne Aussicht genießen. Wer sich auf das Dorf konzentrieren will, gehe zur Kirche zurück und auf dem Canisiusweg zu

16. dem Haus Canisiusweg Nr. 7 mit dem Fresko mit der Ansicht von Arzl im frühen 18. Jh.

Von hier kann man entweder durch die Weinberggasse zur Hauptstraße gehen oder noch einen Abstecher machen zu

17. Dreifaltigkeitskapelle an der Kreuzung Lehmweg - Canisiusweg

Von hier gehe man entweder zu Nr. 15 zurück oder über den Lehmweg hinunter zur Arzler Straße und in Richtung Ortszentrum.
Im Zentrum zweigt von der Arzler Straße nach Süden die Franz-Wach-Gasse ab, die zum Weg auf den Kalvarienberg führt.

18. Zur Linken befindet sich gleich nach der Abzweigung die kleine Josephskapelle.
19. Bald danach zweigt nach rechts der Kreuzweg ab, der zur Kalvarienbergkirche hinaufführt.
20. In der Kalvarienbergkirche beachte man neben der Fastenkrippe im Vorraum besonders die Deckengemälde und den Altar im Kirchenraum. 
Vom Gipfel des Kalvarienberges aus hat man auch die beste Aussicht über Arzl.

Der Abstieg muß auf jeden Fall wieder über den Kreuzweg erfolgen. Unten angelangt kann man entweder nach rechts zur Arzler Straße zurückgehen oder nach links abzweigend 

21. das Schutzgebiet in der ehemaligen Lehmgrube besichtigen. Vom Vereinshaus am Ende des Weges geht man entweder über den gleichen Weg oder über den Schusterbergweg zurück ins Dorf oder sucht den Durchgang, der etwa von der SO-Ecke des Spielplatzes zum Sumpfgebiet unterhalb des Kalvarienberges führt. Hier führt ein Feldweg zum Exerzierweg und damit zurück ins Dorf.


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Dietrich Feil
General-Feurstein-Straße 13
6020 Innsbruck/Arzl


(C) Dietrich FEIL, Innsbruck/Arzl, 2002
 
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