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Es könnte ja sein, daß jemand Arzl nicht nur virtuell, sondern auch wirklich besuchen will. Also soll es auch dafür einige Hinweise geben.
Da wohl anzunehmen ist, daß die meisten Besucher von Innsbruck her kommen, beschreibe ich auch die Wege von dort.

1. Mit dem Auto
Aus dem Stadtzentrum fährt man ostwärts, am besten am Inn entlang über den Rennweg bis zur Talstation der Hungerburgbahn, dort über die Innbrücke und dann bei der unmittelbar folgenden Ampel etwa in gerader Fortsetzung der Fahrtrichtung über die hangaufwärts führende Anton-Rauch-Straße nach Mühlau.
Auf dem Mühlauer Hauptplatz angelangt zweigt man nach rechts ab und folgt immer der Hauptstraße (Arzler Straße). Nach einiger Zeit sieht man zur Rechten den Kalvarienberg mit seiner Kapelle. Von da an sollte die Orientierung leicht fallen.
Allerdings kommt das größte Problem noch: Wie alle alten Dörfer, besonders die am Hang erbauten, ist Arzl in seinen Kernbereichen ganz und gar nicht autogerecht. Mit dem Auto herzukommen ist also wesentlich leichter, als einen Parkplatz zu finden...

2. Mit dem Bus (Fahrplanangaben nach dem Stand von Sommer 2006*)
Dem, der mit einem öffentlichen Bus von Innsbruck nach Arzl kommen will, stehen drei Buslinien zur Verfügung:

Die Linie A
fährt aus dem Stadtzentrum (Haltestellen am Marktgraben und in der Museumsstraße) nach Rum und damit auch durch Arzl. Das gilt allerdings nur für die Busse mit der Zielangabe "Rum - Sanatorium"; diejenigen mit der Zielangabe "Stadion" kommen dagegen nie nach Arzl!
Die Linie A verkehrt von Montag früh bis Samstag mittags halbstündlich und fährt knapp nach der vollen bzw. halben Stunde die oben genannten Haltestellen an.

Die Linien D und E
fahren vom Hauptbahnhof über die Anichstraße und den Marktgraben ostwärts Richtung Absam - Hall bzw. Absam - Eichat und kommen beide durch Arzl, allerdings fährt die Linie E nur die Haltestellen Arzl-Ost und Arzl-West an. Sie verkehren die ganze Woche über im Viertelstunden-Takt, zu Stoßzeiten fahren sie im Zehn-Minuten-Takt.

Im Bereich von Arzl gibt es vier Bushaltestellen: Kalkofenweg, Schrottstraße-Novapark, Arzl-West und Arzl-Ost. Am zentralsten gelegen und damit für jede Besichtigung des Ortszentrums von Arzl am meisten zu empfehlen ist die Haltestelle "Arzl-West"; wer noch mehr sehen will, sollte schon bei der Haltestelle "Kalkofenweg" aussteigen und von hier den Besichtigungsvorschlägen folgen.

3. Zu Fuß (oder mit dem Fahrrad)
Wer zu Fuß nach Arzl gehen oder mit dem Fahrrad hinfahren will, hat mehrere, teils sehr empfehlenswerte Möglichkeiten; drei seien hier beschrieben:

A. Aus dem Stadtzentrum den Inn entlang und über die Anton-Rauch-Straße und die Arzlerstraße
Diese oben für die Anfahrt mit dem Auto beschriebene Strecke ist der am wenigsten empfehlenswerte Weg nach Arzl, weil man dabei immer der Hauptstraße entlanggeht. Nur im letzten Teilstück kann man die Hauptstraße meiden, indem man nach der Mariahilf-Kapelle links abzweigt und über Kalkofenweg, Zimmeterweg und Schrottstraße ins Ortszentrum geht (dann könnte man ab hier den Besichtigungsvorschlägen folgen).

B. Aus dem Stadtzentrum ein Stück hinauf und dann durch den Wald
Da die ehemals hier vorgeschlagene Fahrt mit der - alten! - Hungerburgbahn nicht mehr möglich ist, muss die unten vorgeschlagene Variante 1 mit der Buslinie W "Alpenzoo" und die Variante 2 mit der Buslinie J "Hungerburg" angefahren werden.

Variante 1
Von der Haltestelle "Alpenzoo" geht man ostwärts zunächst auf dem Richardsweg und dann auf dem Schillerweg. Dieser sehr bequem zu gehende Waldweg (auch im Winter geräumt und gestreut) mündet schließlich nach etwas über 1 km oberhalb von Mühlau in die Josef-Schraffl-Straße, über die man zur Schweinsbrücke gelangt. Man überquert den Mühlauer Bach, der hier die Grenze zwischen Mühlau und Arzl bildet. Nach knapp 150 m gabelt sich die Straße: nach links, leicht hangaufwärts, führt der Schönblickweg, nach rechts, leicht abwärts, der Finkenbergweg. Man wähle besser letzteren, weil man so schneller ans Ziel kommt; dem Namen zum Trotz ist auch die Aussicht vom Finkenbergweg besser als vom Schönblickweg. (Dem geologisch Interessierten sei allerdings empfohlen, etwa 50 m den Schönblickweg hinauf zu gehen und sich den Geländeabbruch zur Linken anzusehen, um sich einen Eindruck von der Bodenbeschaffenheit zu bilden.)
In der ersten Linkskurve hat man noch einmal die Wahl: entweder folgt man dem Finkenbergweg, bis er schließlich in den Purnhofweg mündet, und geht dann über diesen abwärts ins Zentrum von Arzl, oder man zweigt nach rechts ab, überwindet (ohne Schwierigkeiten) ein Gatter, wendet sich danach gleich nach links und spaziert über einen Feldweg durch das Helfental (zur Rechten sieht man den Scheibenbichl, unten am Fuß des Hanges das Areal des ehemaligen Pestfriedhofs) und die Felder westlich von Arzl über den Framsweg in Richtung Ortszentrum.

Variante 2
Von der Endhaltestelle geht man ostwärts (Hinweisschilder zum Rosnerweg, zur Arzler Alm usw.) und erreicht nach etwa 200 m den Rosnerweg (Markierung Nr. 14), der auf ca. 900 m Meereshöhe ohne große Steigungen immer am Abhang der Nordkette entlang nach Osten führt. Bald nach der Überquerung des Mühlauer Baches (gut 2 km ab der Hungerburg) gabelt sich der Weg: der  linke Arm führt auf das Rechenhofplateau (ein schöner Spaziergang, aber nicht der nächste Weg nach Arzl), der leicht abwärts führende rechte dagegen nach Arzl. Wenn man diesem Weg folgt (im Zweifelsfall immer abwärts), kommt man zum Schießstand, von wo man einen guten Überblick über Arzl und das Inntal hat, und geht von hier über den Purnhofweg (etwas länger!) oder den Eggenwaldweg (etwas steiler!) ins Ortszentrum.
Der Weg ist (außer vielleicht im tiefsten Winter) ohne Schwierigkeiten zu begehen und sicher die landschaftlich reizvollste Möglichkeit, nach Arzl zu kommen!

4. Durch die Luft
Der, dem keiner der bisherigen Vorschläge zusagt, besorge sich einen Paragleiter, fahre mit der Hungerburgbahn und der Nordkettenseilbahn zur Seegrube und schwebe von hier nach Südosten. Beim Lehmweg am Ostrand von Arzl wird er einen Landeplatz finden!


Haben Sie Anregungen, Hinweise, Korrekturvorschläge? Haben Sie Material (Photos, Dokumente, Überlieferungen...), das Sie zur Verfügung stellen wollen?
Bitte melden Sie sich!

Dietrich Feil
General-Feurstein-Straße 13
6020 Innsbruck/Arzl


(C) Dietrich FEIL, Innsbruck/Arzl, 2002

* Wer will, kann sich bei www.ivb.at nach den genauen Fahrplänen erkundigen; er wird eine Seite finden, die mit viel Aufwand so unpraktisch wie nur möglich gestaltet worden ist, und - vielleicht! - auch die Auskünfte, die er braucht. (^)
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