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SCHNELLMANNGASSE

Die Schnellmanngasse führt von der Arzler Straße nach Norden an der Arzler Kirche vorbei bis zu der platzartigen Weitung nördlich der Kirche und ist eine der alten Querstraßen zur ehemaligen Hauptdurchzugsstraße auf der Linie Alois-Schrott-Straße und Johannesgasse.

Ihren Namen hat die Straße nach Heinrich Schnellmann, der im 14. Jahrhundert Pfleger am Landgericht Thaur war. Wegen der 1378 erfolgten Meßstiftungen an die Kirche in Arzl gilt er gewissermaßen als Begründer der später eigenständigen Pfarre Arzl (Kurzfassungen der einschlägigen Urkunden gibt es übrigens hier); doch ist zu bedenken, daß nach neueren Erkenntnissen zu seiner Zeit die Arzler Kirche schon über 500 Jahre alt war.


EINZELBAUTEN


Quelle: Stadtarchiv Innsbruck Ph-5112

Schnellmanngasse Nr. 2
An dominanter Stelle, etwas in die Arzler Straße vorragend, befand sich das sogenannte "alte Zollhaus". An der südlichen Traufseite im Obergeschoß Bindenschild (datiert 1549). Die Anbringung dieses Wappens dürfte im Zusammenhang mit der Verlegung der Hauptdurchzugsstraße von der älteren Trasse Alois-Schrott-Straße - Johannesgasse auf die Linie Arzler Straße - Rumer Straße zu sehen sein.

Quellen:
Dehio 130.
ÖKT XLV 601.
Hye (1996) 343 Abb.


Schnellmanngasse Nr. 9
"Der kleine Kirchplatz wird an seiner Nordwestseite vom Bauernhof "Mehler" (so in ÖKT; richtig: "Melbler") abgeschlossen. Ein Mittertennhof aus der Mitte des 18. Jhs. mit gutem aufgedoppeltem Tennentor und Freskenmedaillon der Waldraster Muttergottes. Dem Bundwerkgiebel vorgesetzt ein über den ganzen Giebel führendes Lattengerüst zum Aufhängen der Maiskolben, "Türkenheng" genannt." (ÖKT XLV 601)

Durch den Umbau des Jahres 2000 ist von dem beschriebenen Gebäude nicht mehr viel übriggeblieben, nur das Freskomedaillon befindet sich an der alten Stelle.
Quellen:
ÖKT XLV 601.
Dehio 130.

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Dietrich Feil
General-Feurstein-Straße 13
6020 Innsbruck/Arzl


(C) Dietrich FEIL, Innsbruck/Arzl, 2002
 
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