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ZWEI BEISPIELE FÜR MOTIVÜBERTRAGUNGEN
IN NEUESTER ZEIT

Bei einer Führung für Schüler der 3. Klasse der Volksschule im April 2004 erzählte eine Schülerin zwei Sagen, die sie von ihren Eltern gehört habe. In beiden Fällen handelt es sich offensichtlich um Übertragungen von geläufigen Sagenmotiven auf konkrete Bauwerke in Arzl, wobei das Alter der Bauten beweist, dass die Übertragung erst in neuer bzw. neuester Zeit erfolgt sein kann.

1. Das Motiv der "Wildschützen von Innsbruck"

Über den Luftschutzstollen am Helfentalweg erzählte die Schülerin, man habe einmal zwei Gefangene in diesen Stollen gesperrt, mit dem Versprechen, sie sollten frei sein, wenn sie einen Ausgang fänden. Nach zwei Tagen Wanderung im Dunkeln, bei der sie jede Orientierung verloren hätten, seien sie schließlich in der Gegend von Wörgl wieder ins Freie gekommen.
Hier handelt es sich offensichtlich um das Motiv der zwei Wildschützen, die man in eine Höhle zwischen Innnsbruck und Mühlau gesperrt haben soll und die schließlich nach längerer und schaurigerer Reise bei Kitzbühel ans Tageslicht gekommen sein sollen.
Zum Vergleich hier die Originalerzählung auf SAGEN.at!

2. Das Motiv der in ihrer Ruhe gestörten und daher spukenden Toten

Weiters berichtete die Schülerin, dass es in dem Haus, das auf dem Gelände des Pestfriedhofes errichtet wurde, spuke. Hierbei handelt es sich um ein weitverbreitetes Motiv, dessen Übertragung auf das fragliche Haus keiner weiteren Erklärung bedarf.
 


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Dietrich Feil
General-Feurstein-Straße 13
6020 Innsbruck/Arzl


(C) Dietrich FEIL, Innsbruck/Arzl, 2002
 
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