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EINE SAGEN ZUM KREUZ AN DER
ARZLER STRASSE

Der Teufel stiftet Ehefrieden

"In Arzl bei Innsbruck waren ein Bauer und eine Bäuerin, die miteinander  in beständigem Unfrieden lebten. Eines abends nach Betläuten waren sie wieder einmal Ąz'krotzfecht'n kemmen", worauf der Bauer verdrossen das Haus verließ und in den Wald hinauf oberhalb Arzl spazieren ging. Auf einmal hörte er Tritte hinter sich und als er sich umwandte, gewahrte er, daß ihm der Teufel auf den Fersen war. Anfangs war der Bauer starr vor Schrecken, dann aber lief er, von Todesangst getrieben, so schnell er konnte, über die Felder zurück, und erreichte das Wegkreuz zwischen Mühlau und Arzl. Dieses umklammerte er und gelobte, den Herrgott erneuern zu lassen und gewiß nicht mehr zu streiten, wenn er noch mit dem Leben davonkomme. Die Nähe des Kreuzes und die inständigen Gebete des Bedrängten konnte der Teufel nicht aushalten und suchte alsbald das  Weite. Der Bauer hielt sein Wort und war seitdem der beste Ehemann, den man sich denken konnte.

Quelle: Will-Erich Peuckert, Ostalpensagen (Berlin 1963) Nr. 205 S. 111f.

Für den Hinweis danke ich Herrn Wolfgang Morscher und www.sagen.at.


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