11. Februar 2010
In den
manuskripten (Ausgabe 186/2009, S. 11–16) fand ich einen Text von
Richard Obermayr, der einen Auszug aus seinem am 23. Februar im Verlag Jung und Jung erscheinenden Roman Das Fenster darstellt. Richard Obermayrs Sprache bildet einen Rahmen um Seins-Momente, die plötzlich gegenwärtig werden oder über die Zeit hinweg gewachsen sind. Das Sprachliche selbst ist dabei von jenen Momenten letztlich nicht zu trennen, sodass ein Stück Wirklichkeit unmittelbar lesbar wird. Die Möglichkeit eines solchen Schreibens ist erstaunlich. Darüber hinaus bewegen mich die Einblicke, die Richard Obermayr in einem Gespräch mit der Zeitschrift Datum (siehe
Datum 02/10, S. 68–73) gibt: "In all den verqueren Notizen und Entwürfen, die sich über die Jahre angesammelt hatten, habe ich ein Buch erahnt, dem ich noch dienen wollte. Da waren so schöne Stellen dabei, denen ich die richtige Nachbarschaft in einem größeren Text gönnen wollte. Außerdem wollte ich Frieden schließen mit dem, was ich bin und was ich kann".
Foto: Renate von Mangoldt,
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